PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltStadtrat MagdeburgMagdeburger Gerichtsgebäude soll bis 2028 als Übergangs-Schwimmhalle genutzt werdenStand: 14:02 Uhr3,76 Mio. Euro Kosten, 700.000 Euro Landesförderung, 8 Bahnen – und Kritik von Betroffen des Weihnachtsmarktanschlags. Stadtrat entscheidet heute. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpaGoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenDer Stadtrat entscheidet heute über die ungewöhnliche Lösung: Das ehemalige Gerichtsgebäude am Jerichower Platz soll bis zur Fertigstellung der sanierten Elbeschwimmhalle als Trainingsstätte für Leistungsschwimmer dienen.Das ehemalige Gerichtsgebäude am Jerichower Platz in Magdeburg soll von November 2026 bis Juni 2028 als Übergangsvariante für das Training des Bundesstützpunktes Schwimmen dienen. Geplant ist die Aufstellung eines Mietpools mit den Maßen 50 Meter auf 20 Meter und insgesamt acht Bahnen. Die Kosten für die Übergangslösung betragen rund 3,76 Millionen Euro, wobei das Land Sachsen-Anhalt Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro in Aussicht gestellt hat. Der Stadtrat entscheidet am heutigen Donnerstag über den Vorschlag.Stimmt der Stadtrat zu, will die Stadtverwaltung mit dem Land Sachsen-Anhalt, dem Hallenbetreiber und einem möglichen Poolbetreiber Mietverträge abschließen und einen entsprechenden Förderantrag beim Land stellen. In den vergangenen Monaten wurden der Stadtverwaltung zufolge insgesamt sechs Standortvarianten geprüft.In dem Gebäude hatte zuvor der Prozess gegen den Attentäter des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt stattgefunden. Wie der MDR berichtet, schrieb eine Frau, die ihre Mutter bei dem Anschlag verloren hat und selbst verletzt wurde, in einem offenen Brief, sie halte die Pläne für „unfassbar“ und „respektlos“. Laut MDR wurde am Mittwoch zudem eine Petition gegen die Nutzungspläne gestartet.