Beim Anteil der US-Unternehmen mit bezahltem KI-Zugang liegt Claude inzwischen vor ChatGPT und baut den Vorsprung aus, wie der Ramp AI Index zeigt – ein Hinweis darauf, wie schnell sich die Nutzung in Firmenumgebungen verschiebt. Aber ob Neueinstieg oder Wechsel von ChatGPT: Ein Großteil der Nutzung findet weiterhin nur im Chatfenster statt, viele Aufgaben im Arbeitsalltag bleiben Handarbeit.

Das liegt weniger an schlechten Prompts als daran, dass die wenigsten Chats vorbereitet sind: Ohne hinterlegten Kontext weiß Claude nichts über deine Aufgaben, deine Standards oder deine Kundschaft. Genau das ändert ein Projekt mit dauerhaft hinterlegtem Kontext – oder eine Funktion, die Anthropic eigens für wiederkehrende Abläufe gebaut hat: Skills.

Was Claude-Skills im Arbeitsalltag leisten

Ein Skill ist eine abgelegte Arbeitsanweisung: Vorgaben, Kriterien und Beispiele, die Claude bei passenden Aufgaben automatisch heranzieht, statt dass du sie jedes Mal neu erklärst. Automatisierung im Sinne von eigenständigem Handeln ist das nicht – die Aufgabe musst du weiterhin anstoßen, der Skill legt nur fest, wie sie danach abläuft. Nützlich wird das bei Aufgaben mit festem Ablauf, etwa beim monatlichen Reporting: Das Bewertungsraster und Ausgabeformat stehen fest, du fängst nicht jedes Mal bei null an.