PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltNach TV-Duell: Experte erwartet kaum Bewegung bei WählernStand: 08:34 UhrLesedauer: 2 MinutenDie AfD stützt sich zunehmend auf eine Stammwählerschaft, sagt der Politikwissenschaftler Benjamin Höhne von der TU Chemnitz. (Archivbild)Quelle: Franziska Höhnl/dpa-Zentralbild/dpaDer Politikwissenschaftler Benjamin Höhne erwartet vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt keine großen Wählerverschiebungen. Im TV-Duell zwischen CDU und AfD gab es laut Experte keinen klaren Sieger.Weniger als zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hält der Politikwissenschaftler Benjamin Höhne starke Verschiebungen bei der Wählerzustimmung für unwahrscheinlich. «Da bildet sich doch ein verfestigtes Muster heraus, das sich bei der AfD zum Teil auch auf eine größer werdende StammwählerInnenschaft stützt», sagte Höhne, der an der TU Chemnitz forscht, im Gespräch mit dem rbb. «Im Grunde haben AfD und CDU die Plätze getauscht.»Anders als sein Amtsvorgänger Reiner Haseloff habe CDU-Ministerpräsident Sven Schulze in seiner kurzen bisherigen Amtszeit nicht die Möglichkeit gehabt, sich zum Landesvater zu entwickeln, so Höhne, der selbst aus Sachsen-Anhalt stammt. Beim direkten Aufeinandertreffen Schulzes mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in der MDR-Wahlarena am Mittwochabend hat es aus Sicht des Politikwissenschaftlers keinen eindeutigen Gewinner gegeben. Der Ministerpräsident habe versucht, «sehr staatsmännisch aufzutreten, ausgewogen zu argumentieren» und aufzuzeigen, «dass viele Punkte, die Siegmund angesprochen hat, etwa der Migrationspolitik, gar nicht Angelegenheit sind der Landesebene».AfD-Spitzenkandidat Siegmund auf Nachfrage wenig konkretAfD-Kandidat Siegmund ist aus Sicht des Experten insbesondere auf Nachfrage selten konkret geworden und habe stattdessen eher Plattitüden geäußert. «Also zurück in die guten alten Zeiten, die politische Klasse, die gegen das Land arbeitet. Das sind natürlich sozusagen populistische Problembeschreibungen, aber keine Konzepte.»In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der ARD liegt die AfD weit vor der CDU. Die im Land als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei kommt auf 42 Prozent. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze liegt bei 22 Prozent.dpa-infocom GmbH