Der Verband der Baustoffhändler fordert aktivere Baupolitik der Bundesregierung. Und erklärt ihr nebenbei, warum Migration und günstige Mieten wichtig sind.

Sicherer und bezahlbarer Wohnraum ist die Grundlage einer offenen Gesellschaft

Hannes P. Albert/dpa

W enn Friedrich Merz eins kann, dann der Wirtschaft Vorrang geben. Und auf Platz 2 seiner Jetzt-aber-mal-to-do-Liste dann noch das Wachstum setzen. Weil ohne läufts nicht. Glaubt der Kanzler. Wie gut, dass nun parallel zur Selbstbeweihräucherung der Koalition in Neuhardenberg mal jemand dem Kanzler erklärt, was er denn machen könnte, um die Wirtschaft in Schwung bringen. Zwei Dinge: Mehr bezahlbare Wohnungen bauen! Und: Mehr Mi­gran­t:in­nen ins Land holen!

Das Überraschende dabei ist nicht mal, dass das eine mit dem anderen zusammenhängt – sondern von wem es kommt. Denn die passende Studie hat der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel vorgelegt. Und der ist nicht gerade verdächtig für linke Spinnereien in Wohnungs- und Migrationspolitik. Ganz im Gegenteil kann man der Branchenlobby eine gewisse Wirtschaftskompetenz zusprechen. Somit besteht die Hoffnung, dass vielleicht sogar ein Kanzler mal zuhört.