Hamburgs Polizeihubschrauber „Libelle“ und „Libelle 1“ werden aussortiert und durch ein flächendeckendes Drohnennetz ersetzt. Die Drohnen sind: leise.

Spätestens beim G20-Gipfel 2017 haben Hamburgs Polizeihubschrauber bewiesen, wie laut sie sind: Hier beim Einsatz im Schulterblatt

Lars Berg/Imago

In Hamburg baut die Polizei ihr optisches Überwachungsnetz aus. Wie der rot-grüne Senat Ende Juni bei der Haushaltsvorstellung verkündete, plant er, die Polizeihubschrauber „Libelle“ und „Libelle 1“ durch Drohnen zu ersetzen. Was das bedeutet, hat nun Polizeipräsident Falk Schnabel bekanntgegeben. „Ziel ist es, ein flächendeckendes Drohnennetz über Hamburg zu spannen“, sagte der Polizeichef dem Hamburger Abendblatt. Diese werden stadtweit auf Dächern von Polizeiwachen geparkt und per Fernbedienung von der Polizei-Einsatzzentrale in Hamburg-Alsterdorf gesteuert.

Die Polizeihubschrauber, die im vergangenen Jahr 445 Stunden in der Luft waren, sind wegen ihres Krachs nicht zu überhören. Drohnen, von denen bisher 36 Stück des Modells „Autel EuvoMax 4T“ und des Herstellers DJI angeschafft wurden, sind leiser und unauffälliger. Und sie können genauer beobachten als Hubschrauber, wie der Senat auf eine Anfrage der CDU angibt. Die Drohnen verfügten über eine Kameratechnik, die den Hubschraubern „in wesentlichen Aspekten überlegen“ sei. Mit diesen unbemannten Luftfahrtsystemen (ULS) sei eine schnelle Lokalisierung von Personen unabhängig von Gelände, Tageszeit und Witterung möglich.