PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsWeniger Deutsche bauen AutosDeindustrialisierung oder Strukturwandel? Stand: 15:20 UhrLesedauer: 5 MinutenDie Zahl der Beschäftigten in der deutschen Autoindustrie sinktQuelle: VWIn der deutschen Autoindustrie gehen Zehntausende Stellen verloren. Ist das noch Strukturwandel? Oder schon Deindustrialisierung? SP-X/Köln. Die Zahlen im Autoland Deutschland sind eindeutig: Nur noch 691.500 Menschen waren zum Ende des ersten Halbjahres 2026 in der deutschen Kraftfahrzeugindustrie beschäftigt. Das waren 42.300 weniger als ein Jahr zuvor und so wenige wie nie seit Beginn der vergleichbaren Statistik im Jahr 2005.
Mit knapp 6 Prozent schrumpfte die Zahl der Beschäftigten in der Autobranche binnen eines Jahres damit deutlich stärker als im gesamten Verarbeitenden Gewerbe. Dort betrug das Minus lediglich 2,7 Prozent. Zudem setzt sich ein längerfristiger Trend fort: Seit dem Beschäftigungshöhepunkt im Jahr 2018 geht es bergab. Damals waren in der Fahrzeugindustrie im besten Monat bis zu 841.000 Menschen beschäftigt, fast 150.000 mehr als heute noch.
Die 691.500 Beschäftigten bilden damit nicht alle vom Auto abhängigen Arbeitsplätze ab, sondern den industriellen Kern der Fahrzeugproduktion. Zählt man noch die Angestellten in Autohäusern, Werkstätte, Ingenieurdienstleitern, Vorprodukt-Industrien und der nachgelagerten Logistik hinzu, kommt man auf deutlich höhere Zahlen. Der Branchenverband VDA etwa geht von rund 2 Millionen Arbeitsplätzen aus, die von der Autoproduktion abhängen.






