Es ist beinahe so, als habe der türkische Staat ihn lebendig begraben: Osman Kavala, ein fast 70-Jähriger, verurteilt zu „verschärftem Lebenslänglich“. Der Istanbuler Menschenrechtsaktivist und Philanthrop sitzt seit 2017 in Isolationshaft. Kavala hat seinem Urteil zufolge keine Chance auf Berufung; Freilassung auf Bewährung ist ebenfalls ausgeschlossen. Die Justiz hat größtmögliche Härte gezeigt, weit über die Rechtslage hinaus: Sie hat Kavala in mehreren rechtsstaatlich unhaltbaren Verfahren abgeurteilt. Wer dies so wollte, liegt auf der Hand: Staatschef Recep Tayyip Erdoğan.
Türkei: Auch Europas Richter werden Erdogans Gegner Osman Kavala nichts nutzen
Der Menschenrechtsgerichtshof rügt erneut, dass Kavala lebenslänglich weggesperrt ist. Aber ein Rechtsstaat ist die Türkei nicht mehr











