Der Bayerische Bauernverband (BBV) fordert eine halbe Milliarde Euro Staatszuschuss und weitere Hilfen für die Landwirtschaft. Ohne Sofortprogramm drohen nach Worten von Verbandspräsident Günther Felßner Betriebsaufgaben. Die Bauern leiden demnach unter mehreren Problemen gleichzeitig: Trockenheit und damit verbunden schlechtere Ernten, hohe Kosten und „schwierige Märkte“. „Unsere Betriebe brauchen jetzt schnell Liquidität und Planungssicherheit“, sagte Felßner laut Mitteilung.SZ Bayern auf Whatsapp:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnierenVon Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.Im Einzelnen fordert der BBV 500 Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen für die landwirtschaftliche Unfallversicherung, damit diese ihre Beiträge senken kann. Die Agrardiesel-Rückvergütung für das vergangene Jahr soll in voller Höhe von über 21 Cent pro Liter gezahlt werden – eigentlich sind dafür nur gut sechs Cent pro Liter vorgesehen. Außerdem sollen die Behörden die EU-Direktzahlungen vorzeitig im Oktober an die Landwirte überweisen.Vierter Punkt ist die rückwirkende Einführung einer steuerfreien Rücklage für den Risikoausgleich, einschließlich der Jahre 2024 und 2025. Damit sollen die Landwirte für schlechte Zeiten sparen können, ohne dass der Fiskus dieses Geld besteuert. Daneben enthält der Katalog des Bauernverbands noch eine ganze Reihe weiterer Forderungen, unter anderem die zinslose Stundung fälliger Steuerzahlungen in Notlagen.