Mehr als tausend Ira­ne­r:in­nen wollen in Deutschland studieren. Doch es gibt ein Problem: Wegen der Lage in Iran kommen sie nur schwer an ein Visum.

Keine Lust auf Wartesemester: Junge Iraner demonstrieren vor der Deutschen Botschaft in Teheran für mehr Tempo bei der Visavergabe

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Ohne die Eskalation der Gewalt in seiner Heimat hätte der 3. Februar 2026 für Nima Ahmadi ein Glückstag werden können. An diesem Tag nämlich verschickt die Technische Hochschule Mittelhessen einen Zulassungsbescheid an den 28-jährigen Iraner. Darin steht, dass der Student aus Isfahan im Sommersemester den Masterstudiengang Control, Computer and Communications Engineering in Deutschland antreten darf. Genauer gesagt in Friedberg, einer Kleinstadt nördlich von Frankfurt. Ahmadi, den die taz auf seinen Wunsch anonymisiert hat, fehlt nur noch das Studienvisum.

Doch zu dem Zeitpunkt ist die Visastelle der Deutschen Botschaft in Teheran bereits geschlossen. Der Grund: Seit Wochen geht das iranische Regime mit brutaler Gewalt gegen die landesweiten Proteste vor. Zudem verdichten sich die Anzeichen, dass die USA und Israel das Land angreifen werden.