In diesem Jahr feiert Usbekistan den 35. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Weltgeschichtlich sind 35 Jahre eine Sekunde auf der historischen Uhr – für die Chronik des Landes war es eine Epoche der Veränderung und Umgestaltung.
Das Jubiläum markiert zugleich den Abschluss des ersten Entwicklungszyklus des modernen usbekischen Staats. Lange Zeit war dessen Wirtschafts- und Sozialmodell gewissermaßen schwarz-weiß – streng zentralisiert, abgeschottet und an staatliche Dogmen gebunden.
Die Hauptpole des alten Systems waren die administrative Kommandosteuerung und die Rohstoffabhängigkeit. International wurde das Land vor allem mit dem Export von Baumwolle, Gold und Gas in Verbindung gebracht.
Im vergangenen Jahrzehnt vollzog sich dann ein tektonischer Wandel: der Übergang von starren Rahmenbedingungen und einer emotional geprägten Wahrnehmung der ersten Unabhängigkeitsjahre zu einer tiefgreifenden, objektiven und ideologiefreien Analyse.
Modernisierung erfordert Zeit










