Die Fußballsaison ist noch jung, und doch steht den Frauen der Eintracht bereits das erste Finale bevor: In zwei Partien mit Endspielcharakter kann sich das Team von Trainer Niko Arnautis die Antrittsberechtigung für die Champions League verdienen. Das erste Aufeinandertreffen im K.-o.-Duell mit Paris Saint-Germain findet am Mittwoch im Stadion am Brentanobad statt: Anstoß: 19 Uhr.Sieben Tage darauf kommt es dann in der französischen Hauptstadt zum zweiten Aufeinandertreffen, wobei nur der Gesamtsieger mit einem Startplatz in der Königsklasse belohnt wird. Dort beginnt die Ligaphase bereits Mitte September. Aus Deutschland ist bislang nur der FC Bayern München dank seines Meistertitels direkt qualifiziert, insgesamt neun europäische Teams können noch nachziehen.Arnautis plant wieder mit Stürmerin MühlhausNeben den Frankfurterinnen als Bundesligadritte der vergangenen Runde muss auch der direkt vor ihnen platzierte VfL Wolfsburg (gegen Inter Mailand) darauf hoffen, dass sich über Umwege die Hoffnung auf die Teilnahme am wichtigsten europäischen Klubwettbewerb erfüllt. In den Planungen von Arnautis spielt eine Rolle, dass er wieder mit Larissa Mühlhaus rechnen kann. Die Neu-Nationalspielerin war am Wochenende beim Bundesliga-Debütsieg gegen den 1. FC Köln (2:0) angeschlagen ausgewechselt worden; ihre Blessur stellte sich in der Behandlung aber nicht als gravierend heraus, sodass sie neben Kapitänin Laura Freigang aufs Neue die Doppelspitze bilden kann.Bei Siggi Dietrich löst die Begegnung mit PSG „besondere Erinnerungen aus“, wie er sagte. Unter der Ägide des heute 69-Jährigen entwickelte sich der 1. FFC Frankfurt (der vor sechs Jahren mit der Eintracht fusionierte) zu einem der erfolgreichsten Frauenfußballvereine des Kontinents, der im Finale 2015 in Berlin mit einem 2:1-Erfolg gegen die Pariserinnen den Champions-League-Titel gewann – ein Kunststück, das bis heute kein deutsches Team wiederholte.„Dass sich beide Klubs elf Jahre später nun bereits in der Qualifikation gegenüberstehen, zeigt zugleich, wie dynamisch und anspruchsvoll sich der europäische Frauenfußball entwickelt hat“, stellte Dietrich fest. Es bedürfe aus Eintracht-Sicht „großer Geschlossenheit“ und „zweier außergewöhnlicher Leistungen“, um sich durchzusetzen.