Die Fußballfrauen haben vollbracht, was den Männern der Eintracht nicht gelungen ist: Sie nehmen in der kommenden Saison wieder am internationalen Geschäft teil. Mit dem 4:2 gegen Union Berlin am letzten Bundesligaspieltag sicherte sich das Team von Trainer Niko Arnautis den dritten Tabellenplatz, hielt die Verfolger Leverkusen und Hoffenheim auf Distanz und kann im August in der Champions League starten.Versöhnliches SaisonendeFür die Frankfurterinnen ist das ein versöhnliches Ende nach Wochen und Monaten, in denen zunächst vieles bruchstückhaft funktionierte und daher von Sportvorstand Markus Krösche formulierte Absichten in der Königsklasse und im DFB-Pokal verfehlt wurden. In der Rückrunde, nachdem Wintertransfers für defensive Stabilität und die Rückkehr von Spielerinnen aus Verletzungspausen mehr Aufstellungsvariabilität ermöglicht hatten, rückte die SGE wieder näher an den Doublesieger FC Bayern und den zweitplatzierten VfL Wolfsburg heran.Gegen Union sorgten Tore von Kapitänin Laura Freigang (37. und 41. Minute), Lisanne Gräwe (49.) und Géraldine Reuteler (55.) für den siebten Heimsieg in Serie. Berlin, das sich danach weitestgehend auf die Abwehrarbeit konzentrierte und nur vereinzelt zu Kontern ansetzte, war vor 5125 Zuschauern durch eine direkt verwandelte Ecke von Lisa Heiseler (4.) in Führung gegangen; bei dem Treffer gab Eintracht-Keeperin Lina Altenburg eine schlechte Figur ab. Eileen Campbell traf zum 2:0 (23.). Angeführt von der laufstarken Freigang, machte die Eintracht den Rückstand wett.Es zeichnet sich ab, dass Arnautis in diesem Sommer, der für die Nationalspielerinnen erstmals seit 2021 kein wichtiges Turnier mit sich bringen wird, den nächsten Neuaufbau zu bewerkstelligen hat.Am Sonntag verabschiedete der Klub mit Elisa Senß (die es nach Spanien zieht), Nicole Anyomi (die ihre Zukunft in Frankreich sieht), Reuteler (die ihr Glück in England sucht) und Nadine Riesen (deren Ziel noch unbekannt ist) nach der Begegnung mit den Berlinerinnen ein Quartett, das zuletzt zu den Stützen der Eintracht zählte.Auch Gräwe wird Frankfurt den Rücken kehren und sich nach F.A.Z.-Informationen vom 1. Juli an Union Berlin anschließen. Eine offizielle Verkündung dieser Übereinkunft wird in den kommenden Tagen erwartet.