Die Countrymusikerin wollte gern alles selber machen und können und sprach sich für Selbstbestimmung aus. Nun ist Dolly Parton mit 80 Jahren gestorben.
Sie war ein Idol für Millionen, Frauen vor allem, auch queere Menschen, schwule Männer und trans Personen. Nun, da sie am Dienstag, wenige Monate nach ihrem 80. Geburtstag, in Nashville, Tennessee, an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben ist, versuchte US-Präsident Donald Trump abermals, sie als eine der seinen zu kapern. Aber Dolly Parton war keine Fellow seiner Politik, sie hasste, nach eigener Aussage, Politik und wollte sich schon gar nicht von diesem New Yorker Immobilienspekulanten und Pseudoversteher der working class people vereinnahmen lassen. Der Präsident jedenfalls verordnete, gewiss im Einklang mit den meisten US-Amerikanern, eine Woche Trauerbeflaggung aus Anlass des Todes dieser Künstlerin.
Parton, 1946 als viertes von zwölf Kindern geboren, wuchs in den Smoky Moutains, Tennessee, auf, eine Gegend, eine Landschaft voller gottesfürchtiger Menschen, Armut die Regel, Wohlhabenheit die Ausnahme, die Industrien schmutzig, politisch durch und durch republikanisch, konservativ, distanziert zu allem, was aus den eher liberalen Metropolen wie Los Angeles oder New York kam. In einer Familie voller begabter MusikerInnen – Country durch und durch, noch keiner der später industrialisierten Sorte – war Dolly Parton die erfolgreichste. Am Ende ihres Lebens hatte sie mehr als 100 Millionen Alben verkauft, bekam zehn Grammys zugesprochen, war eine weltweit berühmte Frau mit einer lebenslang währenden Karriere ohne Knicks oder Abstürze.










