Und wieder macht die BVG auf lustig: Ihr aktueller Werbefilm soll beweisen, dass Berlin und nicht Paris die wahre Stadt der Liebe ist. Ach wirklich?
Will unbedingt geliebt werden: die BVG
Soeren Stache/picture alliance/dpa
I n der englischsprachigen Medienkritik gibt es den Ausdruck to jump the shark. Er beschreibt den Punkt, an dem das Publikum das Interesse an einer Serie verliert, weil deren DrehbuchschreiberInnen versuchen, den Plot mit immer unrealistischeren Variationen am Leben zu halten. Was ihre aufwändigen Imagefilme angeht, sind die Berliner Verkehrsbetriebe zwar schon vor einiger Zeit über den Hai gesprungen, aber dank eines überraschend üppigen Marketingbudgets legen sie immer wieder einen drauf.
Jetzt also läuft „Excusez-nous, Paris!“ auf Social Media und wohl auch bald im Kinowerbeblock: eine von der Agentur Jung von Matt produzierte „Liebeserklärung an Berlin“. Da nimmt uns der archetypische Berliner Busfahrer (bisschen spießig, aber cool) mit an die Seine, um zu zeigen, dass die PariserInnen mit ihren Baguettes unterm Arm, ihrer Haute Couture und ihren Zungenküssen einfach nicht anstinken können gegen „das echte Leben und die Menschen“ (O-Ton BVG) an der Spree.






