1. Schwimmt VW gegen den Strom?VW-Chef Oliver Blume fiel zuletzt eher mit Doomsday-Rhetorik auf als mit Innovationsplänen. Seinen eigenen Konzern sehen er und seine Vorstände sogar in einer existenzgefährdenden Krise . Keine gute Voraussetzung, um die Belegschaft mitzunehmen, wie es immer so schön heißt. Wie will man die Beschäftigten motivieren, wenn man selbst so oft Untergangsgedanken ventiliert? Entsprechend frostig fiel Blumes Empfang heute bei der Betriebsversammlung in Wolfsburg aus, bei dem er außer weiterer Sparmaßnahmen nichts Zukunftsweisendes im Gepäck hatte. »Wir müssen Komplexität reduzieren, unsere Strukturen konsequent verschlanken und Kosten senken.«
VW-Chef Blume
»Zölle, neue Wettbewerber und geopolitische Risiken: Die gesamte Autoindustrie steht unter enormem Druck«, so Blume. Der VW-Konzern habe »frühzeitig gegengesteuert« und begonnen, Konzern und Marken neu auszurichten. Aber offenbar nicht frühzeitig genug, gerade mit Blick auf Wettbewerber in China. Blume will »in den nächsten sechs bis zwölf Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen«. Für die Werke in Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm gebe es aber »noch keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre«. Heißt: Womöglich macht Volkswagen diese Werke dicht.













