100.000 Jobs stehen auf dem Spiel. Bei Besuchen in Wolfsburg und Braunschweig wollte VW-Chef Blume Klarheit schaffen – konnte aber kaum überzeugen.

VW-Vorstandschef Oliver Blume muss Sparpläne vor den Ar­beit­neh­me­r:in­nen rechtfertigen

Liesa Johannssen/reuters

Ihr Vertrauen in den VW-Vorstand ist erschüttert, das machte Daniela Cavallo bei der Betriebsversammlung in Wolfsburg deutlich. Cavallo steht an der Spitze des Gesamtbetriebsrats bei Volkswagen, und sie spart kaum mit Kritik an Vorstandschef Oliver Blume. „Mit einem CEO, der seinen Leuten nicht sagt, was ist, lässt sich nicht arbeiten“, sagte Cavallo am Dienstag. Die Beschäftigten reagierten mit brandendem Beifall, wie Teil­neh­me­r:in­nen der Versammlung dem NDR erzählten.

Richtig viel sagte Blume am Dienstag tatsächlich nicht, zumindest nicht viel Konkretes. Die Führungsriege des großen Autobauers Volkswagen rechne weiterhin mit dem zusätzlichen Abbau von rund 50.000 Stellen, etwa die Hälfte dieser Stellen werde voraussichtlich in Deutschland gestrichen, teilte Blume in Wolfsburg mit. Die Zahl war schon im Juli durchgesickert, der geplante Abbau weiterer 50.000 Jobs wiederum schon länger bekannt – insgesamt sollen also etwa 100.000 Arbeitsplätze wegfallen.