Neuerdings wirbt die Deutsche Bank wieder mit einem alten Slogan, den mancher so ähnlich noch aus den Neunzigerjahren kennt: „Vertrauen war schon immer der Anfang von allem“, war in den vergangenen Wochen in Zeitungsanzeigen zu lesen. Am Dienstag wurde vor dem Landgericht Frankfurt indes ein Fall verhandelt, der diese Kampagne im Kern durchkreuzt – selbst wenn man ihn in der Vorstandsetage wohl eher als unglücklichen Einzelfall abtun möchte. Denn jenseits des Vorgangs wirft der Prozess erneut die Frage auf, wie gut die Kontrollen im größten deutschen Bankhaus funktionieren: nicht nur im riskanten Investmentbanking, sondern diesmal im bodenständigen Privatkundengeschäft.
Ex-Deutsche-Bank-Mitarbeiter gesteht Veruntreuung von Kundengeldern
Ein früherer Teamleiter der Deutschen Bank soll sechs Kunden um mehr als 620 000 Euro gebracht haben. Der Prozess in Frankfurt zeigt nicht nur, wie leicht er Kontrollen umgehen konnte, sondern wirft auch Fragen nach der Aufsicht in einer Vorzeigefiliale des größten deutschen Geldhauses auf.








