Neuerdings wirbt die Deutsche Bank wieder mit einem alten Slogan, den mancher so ähnlich noch aus den Neunzigerjahren kennt: „Vertrauen war schon immer der Anfang von allem“, war in den vergangenen Wochen in Zeitungsanzeigen zu lesen. Am Dienstag wurde vor dem Landgericht Frankfurt indes ein Fall verhandelt, der diese Kampagne im Kern durchkreuzt – selbst wenn man ihn in der Vorstandsetage wohl eher als unglücklichen Einzelfall abtun möchte. Denn jenseits des Vorgangs wirft der Prozess erneut die Frage auf, wie gut die Kontrollen im größten deutschen Bankhaus funktionieren: nicht nur im riskanten Investmentbanking, sondern diesmal im bodenständigen Privatkundengeschäft.