Frechheit siegt. Nicht mit den Waffen einer Frau, sondern mit dem Kalkül der Feministin hat Annalena Baerbock diese Lebenserfahrung unter Beweis gestellt. Von ihren öffentlich bekannten Zielen hat die wohl berühmteste Völkerrechtlerin Deutschlands nur ihre Promotion nicht erreicht (für die sie zuvor mehrere zehntausend Euro eingestrichen hatte). Gut, vielleicht noch die Kanzlerschaft, aber das Ziel war eher fiktiv.

Dafür wird sie jetzt Frau Professor. Man kann eine Karriere auch über die Bande spielen: Bundestag statt Dissertation, Ministerin statt Parteivorsitzende, internationales Parkett statt Kartoffelsalat, New Yorker „Academia“ statt Grünenpolitikerin im Wartestand.

Keine Selbstzweifel

Wie ihr Blick auf den posierten Schnappschüssen kennt auch Baerbocks Lebensweg nur eine Richtung – mit allen Mitteln nach oben – und nur einen Mittelpunkt: ich.

Annalena Baerbock ist der Idealtypus der emanzipierten Frau, die es im 21. Jahrhundert an die Spitze schaffen will. Um jeden Preis. Selbstoptimiert und selbstbezogen, feministisch macht- und selbstbewusst, beißfreudig, schamlos und befreit von Selbstzweifeln und Unsicherheit. Man muss das anerkennen. Frauen durften so nie sein, Männer schon.