Ein israelischer Parlamentarier schwingt in einem palästinensischen Dorf den Hammer, die Opposition wirft dem Politiker vor, im Westjordanland neue Konflikte zu schüren. Auch der Außenminister schaltet sich ein.

25.08.2026, 12.40 Uhr

Knesset-Mitglied Zvi Sukkot

Politiker in Israel verurteilen das Knesset-Mitglied Zvi Sukkot scharf, nachdem der rechtsextreme Abgeordnete Aufnahmen veröffentlicht hatte, die ihn dabei zeigen, wie er im Beisein der israelischen Armee ein palästinensisches Denkmal zerstört.Sukkot sei, »wie jedes andere Knesset-Mitglied auch nicht der Souverän in den Gebieten von Judäa und Samaria«, so Israels Außenminister Gideon Sa’ar. Die Entscheidung, solche Denkmäler zu zerstören, müsse vom Staat über die Armee und die Sicherheitskräfte getroffen werden – ausschließlich. »Leider hat der Abgeordnete Sukkot bewusst genau das Gegenteil getan.«

Der ultranationalistische Abgeordnete war in einem palästinensischen Dorf mit einem Vorschlaghammer auf ein Denkmal losgegangen. Videoaufnahmen des Vorfalls in Madama im nördlichen Westjordanland zeigen, wie Sukkot und weitere Personen dabei von israelischen Soldaten geschützt wurden. Sukkot gehört der Partei Religiöser Zionismus an, die zu den rechtsextremen Kräften in der Koalition von Regierungschef Benjamin Netanyahu zählt. In einem Beitrag auf X zeigte sich der Politiker selbst bei der Aktion und bezeichnete sie als einen »kleinen Vorgeschmack«.