Die .NET-Sicherheitsupdates von Microsoft im August haben unerwünschte Nebenwirkungen. Wie Microsoft nun in der Versionsankündigung ergänzt, kann es zu Fehlermeldungen beim Drucken oder dem Erstellen von PDF-Dateien kommen. Die Entwickler untersuchen das Problem und nennen eine Möglichkeit für App-Entwickler, wie diese dessen Auftreten vermeiden können.

In der Update-Ankündigung für das .NET-Framework 3.5 und 4.8.1 unter Windows 11 25H2 sowie Windows-Server-System-Builds 24H2 führt Microsoft zunächst die darin geschlossenen Sicherheitslücken auf. Windows 10 ist ebenfalls betroffen. Sie erlauben das Einschmuggeln und Ausführen von Schadcode aus dem Netz oder das Ausweiten der Rechte im System.

Nun haben die Entwickler ergänzt, dass einige WPF-Anwendungen (Windows Presentation Foundation) beim Versuch, zu drucken oder PDF- oder XPS-Dateien zu erzeugen, die Fehlermeldung „System.IO.FileFormatException“ ausgeben. Das passiere bei Inhalten, die bestimmte Zeichensätze nutzen, Microsoft nennt als Beispiel den Standard-Font „Calibri“. Potenziell betroffene Apps sind etwa Microsoft Visual Studio oder SQL Server Management Studio, die auf WPF setzen, aber auch diverse Unternehmenssoftware nutzt die WPF.