Der Energiekonzern Siemens Energy treibt den möglichen Verkauf eines Mehrheitsanteils seines Dampfturbinengeschäfts voran. Der Konzern hat nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg die US-Bank Goldman Sachs mit dem Verkauf mandatiert. Dem Bericht zufolge berät der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns heute über das weitere Vorgehen. Das Dampfturbinengeschäft gehört zur Sparte „Transformation of Industry“. Die Aktie von Siemens Energy legte im frühen Handel am Dienstag um gut 2 Prozent zu, was einen der vorderen Plätze im Dax bedeutete.Zugleich formiert sich der Kreis möglicher Bieter für den Geschäftsbereich. Dem Bericht zufolge erwägen Private-Equity-Gesellschaften wie CVC Capital Partners, EQT und Bain Capital, Angebote für einen Mehrheitsanteil an dem Geschäft abzugeben. Das Geschäft würde bei einem Verkauf wohl mit mehr als zehn Milliarden Euro bewertet, heißt es. Auch Brookfield und KKR prüfen offenbar Angebote. Alle möglichen Beteiligten als auch ein Siemens Energy selbst wollten den Bericht nicht kommentieren.

Wettstreit der Geschäftsbereiche um KapitalressourcenDer Bereich „Transformation of Industry“ erzielte im letzten Geschäftsjahr mit 17.000 Beschäftigte einen Umsatz von rund 5,7 Milliarden Euro. Er stellt außerdem Generatoren, Kompressoren und Mikronetze vorwiegend für Industriekunden her. Das unterscheidet ihn von den auf den Energiesektor ausgerichteten Geschäftsbereichen des Unternehmens.Beide Bereiche sind hochprofitabel und wachsen. „Aber sie konkurrieren um dieselben Ressourcen in Bezug auf Kapital“, sagte Vorstandsvorsitzender Christian Bruch (56) Anfang dieses Monats. Zusammen mit Anne-Laure de Chammard (44), die die Sparte Transformation of Industry seit dem Jahr 2022 leitet, hatte er kürzlich dem Aufsichtsrat zusammen dargelegt, warum die Einheit als eigenständige Firma besser dran wäre.