In der Walliser Gemeinde Randa droht ein Gletscherabbruch am WeisshornDer Abbruch kann laut der Gemeinde in den kommenden Tagen erfolgen. Das betroffene Gebiet ist weiträumig gesperrt worden.25.08.2026, 10.25 Uhr2 LeseminutenIm Walliser Dorf Randa ereignete sich bereits vor 30 Jahren ein Bergsturz. Die haushohen Felsbrocken sind auch heute noch im gigantischen Schuttkegel zu sehen.Laurent Gillieron / Keystonecov./cog. Die Walliser Gemeinde Randa hat die Überwachung des Hängegletschers Weisshorn-Ost oberhalb des Dorfes erhöht. Wie die Behörden mitteilen, ist festgestellt worden, dass sich die Eismassen schneller bewegen und es zu einem Abbruch kommen könnte. Nun wird der Gletscher in kürzeren Abständen beobachtet.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die Gemeinde hat eine Gefahrenzone definiert, die bis auf weiteres nicht betreten werden darf. In den kommenden Tagen seien Abbrüche mit einer Reichweite bis in den gekennzeichneten Gefahrenbereich möglich. Laut der Karte befinden sich darin nur einzelne Gebäude. Der Grossteil des Dorfes liegt ausserhalb, aber sehr nah am gefährdeten Bereich. Die geltenden Absperrungen und Anweisungen seien zwingend zu beachten.In Rot ist der Gefahrenbereich gekennzeichnet. Dieser darf bis auf weiteres nicht betreten werden.Gemeinde Randa VSDer Bergsturz von 1991Bei Randa im Mattertal ereignete sich vor mehr als 30 Jahren einer der grössten Felsstürze in Europa im 20. Jahrhundert. In drei Phasen stürzten laut dem Forschungszentrum für die alpine Umwelt (Crealp) im Frühjahr 1991 30 Millionen Kubikmeter Gestein in Richtung Tal. Das Dorf Randa liegt im Mattertal, das Visp mit Zermatt verbindet. Die Erdrutsche stauten den Fluss Mattervispa. Teile des Dorfes Randa standen unter Wasser, Strassen und Schienen wurden beschädigt, eine mehrere Zentimeter dicke Staubschicht bedeckte das Tal.Das Ereignis sorgte dafür, dass in der Schweiz neue Technologien und Massnahmen zur Früherkennung von Felsstürzen entwickelt wurden.Bagger und LKW räumen Gestein im Bergsturzgebiet bei Randa im Mattertal weg, aufgenommen im August 1991.STR / KeystonePassend zum Artikel