Mit Witz widmen sich Yuko Mohri und Ei Arakawa-Nash der Gegenwart. Der Ausstellung „How We Meet“ gelingt ein Brückenschlag zur Geschichte des Hauses.

Yuko Mohris Repliken der Installationen Tokioter U-Bahn-Arbeiter sorgen für zartes Trommeln

Holtgreve/Kunstmuseum Bochum

Katastrophen sind möglich: Wie eine makabre Pointe wirkt, dass vor fünf Jahren die bewundernswerte Galeristin Ingrid Baecker ausgerechnet infolge der Ahrtalflut auf schreckliche Weise starb. Auch in Erinnerung daran zeigt das Kunstmuseum Bochum gerade die Ausstellung „How We Meet“ mit den Neofluxus-Größen Yuko Mohri – sie hat 2024 bei der Biennale von Venedig Japan vertreten – und Ei Arakawa-Nash, der es dieses Jahr tut.

Baecker nämlich war für Bochums Verankerung in der Kunstwelt und für die Fluxus-Bewegung weltweit ungemein wichtig. Diese strebte an, die Welt der toten mit lebendiger Kunst „zu überschwemmen“. So hatte Georges Maciunas 1963 in seinem „Manifesto“ eine Definition dieser damals neuen Strömung versucht. Sie lehnte den Leistungsdruck und Verwertungszwang für ihre Arbeiten ab: „Whatever you do is fine“, war das von George Brecht, einem anderen ihrer Protagonisten, ausgegebene Credo. Egal was du machst, es ist okay: „No catastrophes are possible.“