Dagny Holle-Lee erinnert sich noch an die Euphorie. Endlich ein neues Medikament für die Vorbeugung von Migräne! Das erste überhaupt, das extra für diese Krankheit entwickelt wurde. Gut zehn Jahre ist das her, die Neurologin hatte gerade die Leitung des Westdeutschen Kopfschmerz- und Schwindelzentrums an der Universitätsklinik in Essen übernommen. In den USA liefen große Studien mit Patienten, die Spritzen gegen Migräne erhielten. In den Spritzen steckte ein Antikörper, der ihr Gehirn vor Schmerzen wappnen sollte. Eine Injektion alle vier Wochen sollte dafür reichen. Ein revolutionärer Ansatz, der zu funktionieren schien. Studienteilnehmer hatten viel seltener Migräneanfälle. „Viele dachten, jetzt kann man alle heilen“, sagt Holle-Lee.
Migräne-Behandlung: Lohnen sich die neuen teuren Spritzen und Wirkstoffe?
Gegen Migräne sind neue Wirkstoffe auf dem Markt. Sie sind teuer, aber wirksam. Allerdings nicht bei jedem. Wie ändert das die Behandlung?






