Bombardements haben bisher wenig erreicht, jetzt erhöhen die USA den ökonomischen Druck auf Teheran. Donald Trump und sein Wirtschaftsminister wählen harte Worte. Der Blick richtet sich auf Peking.

25.08.2026, 03.32 Uhr

Scott Bessent (r.), Donald Trump (im April 2025)

Der Ton ist scharf, aber lassen die USA nun auch Taten folgen? In ihrem »Wirtschaftskrieg« gegen Iran will die US-Regierung Teheran nach eigenen Worten komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Die neuen Sanktionen zielten darauf ab, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionswächter zu unterbinden, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. Wie zuvor bereits Präsident Donald Trump sprach auch der Minister von einem »D-Day« für Iran.

Der sogenannte D-Day am 6. Juni 1944 mit der Landung der alliierten Truppen in der Normandie markierte den Auftakt der Befreiung Frankreichs und Westeuropas von den Nazis im Zweiten Weltkrieg.Für Länder, die Geschäfte mit Iran machen, laufe nun die Uhr, so Bessent. Trump sei deswegen in Gesprächen mit verschiedenen Staatschefs. Auf die berechtigte Frage, warum die USA die neuen Sanktionen nicht sofort verhängen, reagierte der Minister zurückhaltend. Es handele sich zunächst um einen »Warnschuss« gegen die Handelspartner Irans, sagte er. Die Länder hätten noch die Möglichkeit, ihre Geschäfte mit Teheran zu beenden, bevor die Sanktionen griffen.