Während Berlin ein neues Frauenhaus eröffnet, schlagen Träger aus der Täterarbeit Alarm. Sie fordern mehr Ressourcen für ihre Arbeit.
Protestsymbol gegen Gewalt gegen Frauen
Berlin eröffnet ein weiteres Frauenhaus mit 16 Familienplätzen. Wie die Senatsverwaltung für Soziales mitteilt, können von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder in das 10. Frauenhaus mit insgesamt 46 Betten einziehen. Träger der Einrichtung ist die Berliner Stadtmission. Damit verfügt Berlin nun über 419 Familienplätze mit 921 Betten in Frauenhäusern und Zufluchtswohnungen. Ein 11. Frauenhaus soll im September eröffnen. „Gewalt gegen Frauen lassen wir nicht zu in unserer Stadt“, erklärt Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) zur Eröffnung. Betroffene müssten schnell und verlässlich Schutz und Unterstützung erhalten.
Doch gleichzeitig schlagen die Einrichtungen für Täterarbeit zur Prävention von häuslicher Gewalt und Stalking Alarm: „Trotz steigender Fallzahlen häuslicher Gewalt fehlt es weiterhin an einer verlässlichen Finanzierung der Täterarbeit“, so die Volkssolidarität und die Berliner Initiative gegen Gewalt gegen Frauen (BIG e. V.) in einer Mitteilung. „2025 hat die Polizei in Berlin 20.160 Opfer partnerschaftlicher und familiärer Gewalt registriert, mehr als 70 Prozent davon sind Frauen“, schreiben sie. Auch die Zahl der angezeigten Stalkingfälle sei mit 2.100 auf einem Höchststand.







