Hilfe für Betroffene häuslicher Gewalt: Berlin schreibt Schutz vor Gewalt ins Gesetz

Mit zwei neuen Frauenhäusern und Beratungsstellen baut Berlin sein Angebot für Betroffene aus. Das ist dringend nötig, denn noch immer finden nicht alle Schutz.

Rote Schuhe stehen als Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen vor dem Rathaus Tiergarten

Sebastian Gollnow/dpa

Wenn sich eine Frau beim Frauenhaus meldet und um Schutz bittet, löst das oft eine Telefonkette aus. „Falls wir keinen freien Platz haben, rufe ich erst mal bei der BIG-Hotline an, also bei der telefonischen Beratung bei häuslicher Gewalt, die auch Plätze koordiniert. Dann frage ich bei einzelnen Berliner Frauenhäusern nach, und wenn es da nichts gibt, auch bei Obdachlosenunterkünften“, sagt Leyla Arslan, Leiterin des Frauenhauses Bora in Berlin. „Auch die Brandenburger Frauenhäuser telefonieren wir dann ab“, sagt sie. Außerdem würden sie mit der Betroffenen klären, ob sie übergangsweise bei einer Freundin oder der Familie unterkommen könne, um sich und eventuell auch die Kinder erst mal aus der Reichweite des Aggressors zu bringen.