Der junge Ostberliner Musikjournalist Fabian Wolff war ein gefeierter Autor, der eine Weile lang nicht nur auf diesen Seiten der Süddeutschen Zeitung sehr willkommen war, sondern zum Beispiel auch im Zeit-Magazin. Er war ein Pointenkünstler, ein instinktsicherer Provokateur – und ein Blender, wie sich herausstellte. Einer, der versucht hatte, seine Einwürfe dadurch noch interessanter und provokanter zu machen, dass er vorspiegelte, er sei ein deutscher Jude, ein Enkel von Holocaust-Überlebenden. Das stimmte nicht. Es war erfunden. Um den publizistischen Effekt zu maximieren.
Wenig zu spüren: Özge İnans Roman „Die Dichterin“
Die Plot-Idee von Özge İnans Roman „Die Dichterin“ ist fabelhaft. Doch die Figuren bleiben schematisch, die Sprache erstickt in Floskeln.






