Warum hat Berlin nicht, was London schon lange hat und ungeheuer populär ist? Ein Museum, in dem es nur Portraits zu sehen gibt? Die Forderung des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer, ein solches Haus zu gründen, wird kontrovers diskutiert. Hier schreibt Julia Voss, die gerade eine Portrait-Ausstellung vorbereitet, über die erstaunliche Faszination dieses Bildgenres. Und was daraus folgen könnte. Voss ist Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Präsidium des Deutschen Historischen Museums.

Seit einigen Wochen erreicht das Deutsche

Historische Museum ungewöhnliche Post. Geschickt werden uns Abbildungen von

Porträts, gemalt oder fotografiert, die ganz unterschiedliche Menschen

darstellen, vor allem aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Es sind Porträts von