Das Mädchen lebte im US-Bundesstaats Louisiana. Das dortige Gesundheitsministerium teilte am 19. August mit, dass sich eine Einwohnerin vermutlich mit dem Erreger Naegleria fowleri infiziert hatte, als sie im Lake Claiborne schwamm. Der See liegt etwa 48 Kilometer nordwestlich von Ruston, dem Wohnort des Kindes.Sehr selten, aber meist tödlichWie das Ministerium erklärt, kommt Naegleria fowleri in den USA häufig in warmen Süßwasserseen, Flüssen, Kanälen und Teichen vor. Die Amöbe kann eine sogenannte primäre amöbische Meningoenzephalitis (PAM) verursachen – die Krankheit kann entstehen, wenn amöbenhaltiges Wasser in die Nase gelangt und bis ins Gehirn vordringt. Durch ungewolltes Verschlucken oder Trinken könne man sich nicht anstecken.

Die Krankheit ist äußerst selten, verläuft aber fast immer tödlich, berichtet auch die US-Gesundheitsbehörde CDC. Naegleria fowleri überträgt sich nicht von Mensch zu Mensch.Menschen, die sich angesteckt haben, bekommen typischerweise starke Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Im weiteren Verlauf können laut der Behörden ein steifer Nacken, Krampfanfälle und ein Koma auftreten, das zum Tod führen kann. Die Symptome setzen gewöhnlich etwa fünf Tage nach der Infektion ein, können aber auch bereits nach einem bis spätestens zwölf Tagen auftreten.