Wenn in Berlin auf ein Geschäft geschossen wird, ist das nur noch selten eine Nachricht in den überregionalen Medien. Es kommt einfach zu oft vor. Als am Montag bekannt wurde, dass Unbekannte in der Nacht gegen vier Uhr mehrere Schüsse auf ein Geschäft in der Osdorfer Straße in Steglitz-Zehlendorf abgegeben hatten und Polizisten dann an Ort und Stelle noch einen „selbstgebauten Spreng- bzw. Brandsatz“ fanden, der nicht explodiert war, winkten Berliner Polizeireporter erst mal ab: Eine Nachricht sei es eher,„wenn in dieser Stadt nicht geschossen wird“, schrieb einer auf X.Kurz darauf meldeten jedoch „Bild“-Zeitung und „Tagesspiegel“, dass die Schüsse den „Hairsalon Cutaleya“ getroffen hatten, der dem Rapper Samra gehöre. Fotos zeigten tatsächlich Ermittler vor dem Laden, in den Fensterscheiben sind mehrere Einschusslöcher zu sehen.Nun ermittelt die „BAO Ferrum“. Das Landeskriminalamt hatte die Sondereinheit Ende Februar eingerichtet wegen der vielen Vorfälle mit Schusswaffen. Mehr als 600 Ermittlungsverfahren hat sie bis Mitte August eingeleitet.In dem aktuellen Fall werden sich Ermittler wohl auch wieder mit dem Hintergrund des prominenten Opfers beschäftigen müssen. In Berlin konkurrieren seit vielen Jahren verschiedene kriminelle Clans darum, wer mit welchem Rapper zusammenarbeiten und entsprechend Geld verdienen kann. Samra war erst am Sonntag wieder mit seinem alten Weggefährten Capital Bra auf dem Oranienplatz in Berlin aufgetreten, um vor mehr als 1000 Besuchern Werbung für ein neues Album zu machen.2022 war Samras Friseurladen schon einmal angegriffen worden. Angeblich attackierten damals 50 maskierte Clanmitglieder den Laden. Der F.A.Z. sagte der Rapper dazu später mal: „Ach, das in dem Friseursalon hatte nichts mit mir zu tun. Da hatte ein Kunde Ärger mit jemandem und war halt zufällig bei uns.“ Zu dem aktuellen Vorfall hat sich Samra noch nicht geäußert.
Rapper Samra: Schüsse auf seinen Friseursalon in Berlin
In Berlin fallen mal wieder Schüsse – dieses Mal trifft es ein Geschäft des Berliner Rappers Samra. Die Polizei findet außerdem einen selbstgebauten Sprengsatz. Nun ermittelt eine Sondereinheit.








