Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Seit Jahrzehnten war das Land in fester SPD-Hand: 2021 erhielt die Partei knapp 40 Prozent der Stimmen. Seit 1998 stellten die Sozialdemokraten durchgehend den Ministerpräsidenten oder die Ministerpräsidentin. Derzeit regiert sie in Schwerin in einer Rot-Roten Koalition mit der Linken. Diese hatten in der vergangenen Wahl 9,9 Prozent der Stimmen geholt.Die derzeitige Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) übernahm das Amt 2017, nachdem ihr Vorgänger Erwin Sellering (SPD) aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Zuvor war sie Bundesfamilienministerin. Wen würden Sie wählen?Am 20. September 2026 findet die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt. Vergleichen Sie die Antworten der Parteien mit Ihren Standpunkten. Zum Wahl-O-Mat Schwesig gilt als beliebt: Während Umfragen aus dem Juli zufolge nur rund 40 Prozent der Wahlberechtigten im Bundesland zufrieden mit der Arbeit der Regierung waren, lagen die Zufriedenheitswerte für Schwesig als Person bei rund 53 Prozent. Doch aktuellen Wahlumfragen zufolge scheint die Unzufriedenheit mit der Regierung zu überwiegen.Was sagen die Umfragen vor der Landtagswahl?Das Ziel der AfD ist es laut Spitzenkandidat Leif-Erik Holm, das Bundesland in Zukunft allein regieren zu können. Aktuelle Umfragen sehen die Partei bei 36 Prozent der Stimmen, gefolgt von der SPD unter der amtierenden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit 29 Prozent. Weit abgeschlagen folgen Die Linke (elf Prozent) und die CDU (zehn Prozent). Die Grünen, BSW und FDP bangen hingegen noch um den Einzug in den Landtag. Die Chancen der AfD auf eine Alleinregierung sind den Umfragen zufolge in den letzten Monaten aber nicht deutlich gestiegen.Worum geht es im Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern?Im Nordosten droht ein politisches Patt. Die AfD hätte, Stand jetzt, keine politische Mehrheit. Doch die eingebrochenen Umfragewerte der SPD sorgen dafür, dass auch eine Regierung der Sozialdemokraten mit einem einzelnen Partner nicht realisierbar wäre, falls die Grünen und das BSW den Einzug in den Landtag verpassen. Es bräuchte für eine Koalition in diesem Szenario also sowohl die Linke als auch die CDU – doch diese Zusammenarbeit schließt die Unvereinbarkeitserklärung der Christdemokraten eigentlich aus.Im Wahlkampf geht es dennoch häufiger um die AfD und die Verhinderung einer Alleinregierung. Inhaltlich sind die Wahlprogramme der Parteien geprägt von Wirtschaft, Bildung, Sicherheit und Sozialpolitik. Auch einen Ruf nach sozialem Zusammenhalt greifen viele Programme auf.Wie funktioniert der Wahl-O-Mat?Der Wahl-O-Mat präsentiert 38 Thesen aus verschiedenen Politikfeldern wie Wirtschaft, Soziales, Umwelt oder Sicherheit. Zu jeder These kann mit „Stimme zu“, „Stimme nicht zu“, „Neutral“ oder „These überspringen“ abgestimmt werden. Am Ende muss noch ausgewählt werden, welche der 19 Parteien, die zur Landtagswahl am 20. September antreten, verglichen werden sollen. Das Tool berechnet dann Prozentwerte der Übereinstimmung inklusive Begründung der Parteien.Kann ich einzelne Themen beim Wahl-O-Mat stärker gewichten?Ja, Thesen, die besonders wichtig erscheinen, können doppelt gewichtet werden – so fließen diese Themen stärker in das Endergebnis ein. Nachdem der Beantwortung aller Thesen, können Sie auswählen, welche Positionen für Sie besonders relevant sind. Einzelne Antworten können im Nachhinein auch noch einmal geändert werden. Und auch die Auswahl der Parteien, mit denen die eigene Position verglichen werden soll, können Sie beliebig oft anpassen.Wer erstellt die Thesen für den Wahl-O-Mat?Die Thesen werden für jede Wahl und das jeweilige Bundesland einzeln erstellt. Erarbeitet werden sie von einem Team von Jung- und Erstwählern aus Mecklenburg-Vorpommern, zwischen 16 und 26 Jahren, zusammen mit Wissenschaftlern, Experten und Pädagogen. Grundlage für die Thesen sind die Partei- und Wahlprogramme der Parteien, auch programmatische Aussagen zur Wahl spielen eine Rolle. Die Positionen und Begründungen zu den einzelnen Thesen stammen dabei ausschließlich von den Parteien selbst.Beeinflusst der Wahl-O-Mat die Wahlentscheidung?Bei vielen Nutzern schon: Umfragen deuten an, dass die Nutzung des Wahl-O-Mats rund 30 Prozent in ihrer Wahlentscheidung etwas oder stark beeinflusst habe. Bei jüngeren Wählerinnen und Wählern lag dieser Wert noch deutlich höher. Zudem zeigen Nutzerbefragungen, dass rund 70 Prozent der Befragten im Anschluss im Freundes- oder Familienkreis über ihre Ergebnisse gesprochen haben. Studien belegen, dass Wahlhilfen die sogenannte Umentscheidungsrate vor der Wahl um das 1,5-Fache steigern und gleichzeitig das Interesse am Wahlgang und das politische Wissen fördern. Zum einen, weil sie Themen ins Bewusstsein bringen, und zum anderen, weil so Unterschiede zwischen den Parteien klarer werden können. Kritiker sehen hier aber auch ein Risiko der Vereinfachung.
Wahl MV 2026: Welche Partei vertritt Ihre Interessen wirklich?
Mecklenburg-Vorpommern wählt am 20. September einen neuen Landtag. Mit dem Wahl-O-Mat können Sie herausfinden, welche Partei Ihren Positionen am ehesten entspricht.










