Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung (249): Opossums sind eher harmlos, selbst wenn sie Heidi heißen.
Die berühmte schielende Heidi aus Leipzig
Der Name Opossum stammt aus der Algonkin-Sprache. Diese Tiere werden oft mit Possums (ein englisches Wort) verwechselt. Zwar sind beides Beuteltiere, aber erstere sind in den beiden Amerikas lebende Beutelratten und letztere in Australien beheimatete Beutelsäuger, zu denen unter anderem Gleithörnchenbeutler und Streifenbeutler zählen.
In ihrem Buch „Wie Tiere den Tod verstehen – Das Schweigen der Schimpansen“ (2025) schreibt die Philosophin Susana Monsó, dass das Opossum an „eine Art zerzauste Waschbärratte“ erinnert, „die den Eindruck erweckt, als hätte sie die Nacht feuchtfröhlich durchgezecht“. Die Madrider Thanatologin thematisiert die Opossums nicht, weil sie möglicherweise – wie etwa Elefanten, Schimpansen und Delphine – über den Tod ihres Kindes oder den von Artgenossen trauern, sondern weil eine Beutelratte ihren eigenen Tod so perfekt wie kaum ein anderes Tier simulieren kann.
Wenn sie sich bedroht fühlt und nicht mehr entkommen kann, „ist es auf einen Schlag wie gelähmt, kippt auf die Seite und liegt da in einer Art Fötusstellung, den Schwanz eingerollt, Augen und Mund weit offen, die Zunge heraushängend. In dieser Haltung reagiert es nicht mehr auf äußere Reize und fängt an zu speicheln, es uriniert, defäkiert und sondert eine übelriechende grüne Flüssigkeit aus den Analdrüsen ab.“







