Andreas Unfried hat sein Amt als Pfarrer niedergelegt und will die Frau heiraten, mit der er seit Jahren eine heimliche Beziehung führt. Dies erklärte Unfried in einem Brief an seine Gemeinde St. Ursula, der auf der Website der Pfarrei veröffentlicht wurde. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.„Seit vielen Jahren lebe ich heimlich die Beziehung zu meiner großen Liebe“, schreibt der Pfarrer in dem Brief. Jetzt spüre er, dass die Zeit gekommen sei, „dieser zweiten Berufung nachzukommen“. Dass er deswegen vom priesterlichen Amt suspendiert werde, sei zwingend und ihm bewusst. Er habe dem Bischof seinen Verzicht auf die Pfarrei erklärt.Unfried berichtet in seinem Brief über seine 37 Dienstjahre. Er habe seine Kirche darin stets als förderlich und wohlwollend erlebt. Ohne sie, schreibt er, wäre er nicht der, der er heute sei. „Ich hätte diese 37 Jahre aber auch nicht durchgehalten, wenn ich mir nicht der Unterstützung meiner Lebenspartnerin hätte sicher sein können.“ Sie habe nun lange genug auf ihn gewartet. Der Pfarrer weihte nur wenige Menschen ein Gleichzeitig sei er sich darüber bewusst, dass seine Entscheidung Enttäuschungen auslöse. „Ich kann nur hoffen, dass mein Schritt irgendwann akzeptiert werden kann, auch wenn ich weiß, dass ich vielen damit aktuell das Leben schwer mache.“ Nur wenigen habe er sich im Vorfeld offenbart. Er wisse, was er ihnen damit „aufgebürdet habe“, schreibt Unfried weiter.„Die Situation ist für die Pfarrei und das Bistum schmerzlich, da sie auch so unerwartet kommt“, sagte Domkapitular Georg Franz dem Portal „Hofheim News“. „Seine Entscheidung für einen anderen Lebensweg gilt es jedoch zu respektieren.“ Katholische Geistliche sind durch das Zölibat zu Ehelosigkeit und sexueller Enthaltsamkeit verpflichtet. Diese Regel führt immer wieder zu Kritik. (Tsp)
Nach 37 Jahren im Kirchendienst: Pfarrer aus Oberursel gibt Amt auf und heiratet langjährige Partnerin
Ein katholischer Pfarrer hielt über Jahre eine Beziehung zu einer Frau geheim. Jetzt legt er sein Amt nieder – und in einem Brief an die Gemeinde seine Gründe dar.










