Vieles hatte am Sonnabend für einen gelungenen Nachmittag in der Lausitz gesprochen. Die Fans des FC Energie Cottbus zeigten vor dem DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg eine dreiteilige Choreo auf der Nordwand. Ein roter Vorhang öffnete sich und die Worte „Film ab!“ erschienen, bevor ein Puppenspieler im Energie-Trikot mit weißem Qualm vor der Nordwand emporstieg. Er hielt Figuren in den Trikots von Gegner FC Augsburg und von Eintracht Frankfurt mit seinen Fäden fest. Und in den folgenden 90 Minuten krachten die Rufe der Fans so laut durch das Stadion, dass die Cottbuser Spieler auf dem Rasen gar nicht anders konnten, als über sich hinauszuwachsen.Ein Klassenunterschied zwischen den Gästen aus der Bundesliga und dem gastgebenden Zweitligisten war beim 0:2 (0:0) jedenfalls nicht zu erkennen. Der machte sich allein in der Fähigkeit bemerkbar, die eigenen Chancen auch zu nutzen. Trotz 21 Schüssen auf das Augsburger Tor gelang es den Lausitzern nicht, ein Tor zu schießen. Auf der anderen Seite nutzten Anton Kade und Kristijan Jakić jene Momente gnadenlos aus, in denen Cottbus mal schwächelte.
Die Cottbuser Choreo vor dem Spiel
© Imago/Fotostand/Weiland
Wollitz ahnte Gegentor
Erstmals war das der Fall kurz nach der Halbzeit. Vorher, so beschrieb es Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem Spiel, hatte seine Mannschaft „sehr wenig zugelassen, eigentlich fast nichts“. Dass die Minuten nach dem Wiederanpfiff gefährlich werden würden, hatte er aber geahnt: „Es ist das eingetreten, was ich in der Halbzeit gesagt habe: In den ersten 15 Minuten wird entscheidend sein, ob wir die Hand dranlassen oder ob wir passiv werden.“Das Zweite war der Fall. Kade profitierte und traf zum 1:0 (50.). Wollitz kritisierte: „Wir verhalten uns nicht gut: nicht im ersten Zweikampf, im zweiten Zweikampf oder im dritten Zweikampf.“












