Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesSelenskij erwartet 30 Milliarden Euro von EU für AbwehrPutin räumt Schäden für Wirtschaft ein und droht Kiew Während Wadephul-Besuch in Kiew: Russland beschießt VorortUkraine trifft erstmals russischen Online-Versandhändler OzonViele Tote und Verletzte bei russischer Attacke auf Krywyj Rih Selenskij lehnt Wahlen in Kriegszeiten weiter ab: Wäre ein „Tsunami“Mit Blick auf die jüngsten Forderungen nach Wahlen hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij seine Haltung bekräftigt, dass diese in Kriegszeiten nicht möglich seien. „Wahlen zum jetzigen Zeitpunkt wären wie ein Tsunami für den Staat, der die Ukraine spalten würde“, sagte Selenskij. „Deshalb besteht meine Strategie darin, das Land bis zum Ende des Krieges zu führen und einen unabhängigen und souveränen Staat zu bewahren.“Vor ein paar Tagen hatte der im Juli als Verteidigungsminister entlassene populäre ukrainische Politiker Mychajlo Fedorow auf Wahlen gedrängt – trotz des laufenden Krieges mit Russland. „Die Demokratie darf keine Geisel Russlands sein. Wir kämpfen eben deswegen, weil wir ein freier europäischer Staat sein wollen“, hatte Fedorow in einer Videobotschaft erklärt. Der Staat müsse einen „gesetzlichen, sicheren und realistischen Mechanismus“ für einen Urnengang trotz des andauernden Krieges finden.Selenskij hob nun hervor, dass es bereits im vorigen Jahr Druck von verschiedenen Seiten gegeben habe, Wahlen abzuhalten. Wenn die Partner im Westen Vorschläge hätten, wie eine Abstimmung für Millionen ukrainische Kriegsflüchtlinge im Ausland und für die Menschen im Frontgebiet organisiert werden könne, dann sei er bereit, darüber zu reden. Niemand aber habe bisher konkrete Vorschläge gemacht, wie die Sicherheit bei solchen Wahlen garantiert werden könne.Zuletzt wurde in der Ukraine im Jahr 2019 gewählt. Russland hält vom 18. bis 20. September eine Parlamentswahl ab – auch in den von Moskau kontrollierten Teilen der annektierten ukrainischen Gebiete Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson. Selenskij erwartet 30 Milliarden Euro von EU für AbwehrDie Ukraine braucht nach den Worten von Präsident Wolodimir Selenskij dringend Milliarden zur Finanzierung des Abwehrkampfes gegen Russlands Angriffskrieg. Kiew erwarte von der EU 30 Milliarden Euro für die Verteidigungsausgaben, sagte er im Gespräch mit Journalisten in Kiew. „Sie werden für die Verteidigung des ganzen Landes gebraucht“, erklärte er. Derzeit gebe es im Verteidigungshaushalt eine Lücke von 27 Milliarden Dollar (ungefähr 23 Milliarden Euro).Allein 20 Milliarden seien notwendig, um die Gehälter der Soldaten, die Kompensationen für die Familien der Gefallenen und andere Ausgaben zu bezahlen, sagte Selenskij. Etwa wegen der Produktion von Drohnen sei zusätzliches Geld nötig „Ein bedeutender Betrag ist erforderlich. Ich arbeite in dieser Sache mit den Franzosen und Deutschen“, sagte er.Zugleich verwies Selenskij auf Erfolge. So hätten Kiews Streitkräfte seit Jahresbeginn 820 Quadratkilometer Fläche befreit, darunter fast komplett das Gebiet Dnipropetrowsk. Dort seien nur noch etwa zehn Quadratkilometer, drei Ortschaften, nicht unter komplett unter Kiews Kontrolle, sagte der Präsident. Von unabhängiger Seite waren die Angaben bisher nicht überprüfbar.Selenskij räumte auch ein, dass Russland seit Jahresbeginn 990 Quadratkilometer Fläche okkupiert habe. Er erwartet, dass Kiew den Russen bis Jahresende weitere Flächen wieder entreißen werde. Selenskij schloss zugleich erneut aus, dass die Ukraine sich freiwillig aus dem Donbass zurückzieht. Moskau nannte dies als Bedingung für einen Waffenstillstand.Russland: Erneut Lager von Onlinehändler Ozon beschädigtBei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Region Orenburg sind nach Angaben aus Russland Trümmerteile auf zwei Industrieanlagen gestürzt, darunter ein Lagerhaus des Onlinehändlers Ozon. Die Luftabwehr habe sechs Drohnen über der Region abgefangen, teilte Gouverneur Jewgeni Solnzew mit. Verletzte gebe es keine. Ozon teilte mit, mehr als 300 Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht und der Betrieb im Logistikzentrum eingestellt worden.Am Samstag war ein Ozon-Zentrum in der Region Samara von einer Drohne getroffen worden. Es handelte sich um die erste Attacke auf den zweitgrößten Onlinehändler Russlands. In den vergangenen Wochen war der größere Konkurrent Wildberries bereits Ziel von Drohnenangriffen gewesen.Insgesamt hat die Luftabwehr nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums in der Nacht 328 ukrainische Drohnen abgeschossen.Ulrike PutzWadephul in Kiew: „Stärke des Rechts muss sich durchsetzen“Viereinhalb Jahre nach Russlands Invasion in die Ukraine sieht Bundesaußenminister Johann Wadephul die Ukraine klar auf Siegeskurs. „Putin muss wissen, gemeinsam mit ihren Unterstützern hat die Ukraine den längeren Atem auf dem Weg zum eigentlichen Ziel: endlich Frieden“, sagte der CDU-Politiker während seines Besuchs in Kiew.Wie der Krieg ende, sei eine entscheidende Frage für die Zukunft Europas. „Und er muss so enden, dass nicht das Recht des Stärkeren sich durchsetzt, sondern dass die Stärke des Rechts sich durchsetzt“, sagte der Minister. Wadephul erklärte zudem, dass er schon nächste Woche weiter versuchen werde, Bündnispartner zur Abgabe von Patriots zu bewegen. Zu den möglichen Lieferanten zählen Griechenland, Italien, Japan und Südkorea. Die Bundeswehr hat schon fünf Systeme an die Ukraine abgegeben und sieht eigentlich keine Möglichkeit mehr, aus ihren eigenen Beständen zu liefern. Die Bundeswehr habe alles mobilisiert, was möglich war, und sei an ihre Reserven herangegangen, sagte Wadephul. Er regte aber an, dass Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die Bestände noch einmal prüft.Wadephul befindet sich nach wie vor in der Ukraine, sein weiteres Programm wurde nicht veröffentlicht.Putin räumt Schäden für Wirtschaft ein und droht Kiew Vor dem Hintergrund der anhaltenden Angriffe der Ukraine auf russische Infrastruktureinrichtungen, darunter eine Ölraffinerie und das Lagerhaus eines großen E-Commerce-Unternehmens in der Region Samara, räumt der russische Präsident Wladimir Putin Schäden für die russische Wirtschaft ein. Die ukrainischen Angriffe „fügen unserem Land wirtschaftlichen Schaden zu. Sie führen zu Verlusten“, sagte Putin in einem Interview mit dem Moskauer Staatsfernsehen. Putin kündigte harte Gegenschläge an. Russland werde nun selbst die empfindlichsten Bereiche der ukrainischen Wirtschaft ins Visier nehmen, die ohnehin bereits am Abgrund stünden, sagte Putin an. So sei Kiew etwa vom Export seiner Agrarprodukte abhängig, die dem Haushalt wesentliche Einnahmen verschafften. Die Ukraine gehört zu den weltweit bedeutenden Getreideexporteuren. Putin erklärte, dass Russland nach guter Ernte ein großes Exportpotenzial habe und den Weltmarkt bedienen werde.Die Ukraine habe mit den gegen Russlands Wirtschaft gerichteten Attacken die „Büchse der Pandora“ geöffnet - also ein Quell des Unheils. „Die Gegenmaßnahmen werden nicht lange auf sich warten lassen. Die bekommt ihr“, sagte er an die Adresse Kiews. Ultranationalistische Kreise in Russland hatten Putin zuletzt aufgefordert, härter gegen die Ukraine vorzugehen. Nun sagte er: „Dabei werden die Handlungen der russischen Armee noch deutlich spürbarer und zerstörerischer ausfallen.“ Die Ukraine habe diese Reaktion selbst provoziert, behauptete Putin, der selbst vor viereinhalb Jahren seinen Angriffskriegskrieg gegen das Nachbarland begonnen hatte.Schon in den vergangenen Wochen hatte Russland immer häufiger ballistische Raketen gegen die Ukraine eingesetzt - in dem Wissen, dass das Land kaum noch Abfangraketen hat, um sich dagegen zu wehren. Diese Schläge, bei denen so viele Zivilisten getötet wurden wie seit Langem nicht, bezeichnete Putin als passend und effektiv. Sie hätten den russischen Soldaten an der Front geholfen, ihre Aufgaben zu erfüllen, behauptete er.Tote nach ukrainischem Drohnenangriff auf Sewastopol Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf der von Russland bereits 2014 annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere fünf Zivilisten seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Hafenstadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, bei Telegram mit. Trümmer einer abgeschossenen Drohne seien auf einen Bus gefallen und hätten ihn in Brand gesetzt.Russland meldet Tote und Verletzte nach ukrainischen AngriffenNach russischen Angaben sind bei ukrainischen Drohnenschlägen gegen Ziele im Süden Russlands mindestens vier Zivilisten getötet und mehrere Menschen verletzt worden. In Jeisk im Gebiet Krasnodar wurden bei einem Angriff auf zivile Infrastruktur und Wohnhäuser zwei Kinder getötet, wie Gouverneur Weniamin Kondratjew mitteilte. Zwei Erwachsene seien verletzt worden. Im Krankenhaus sei einer der Verletzten gestorben, berichtete er am Nachmittag. Der ukrainische Generalstab teilte mit, dass dort ein Kraftstofflager Ziel der Angriffe gewesen sei.Auch die russische Hauptstadt Moskau meldete am Morgen neue ukrainische Drohnenangriffe. Laut Behörden gab es wegen Flugalarms auf den Hauptstadtflughäfen zeitweilig keine Starts und Landungen. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass in der Nacht insgesamt 457 ukrainische Drohnen abgewehrt worden seien. Von unabhängiger Seite ist das nicht überprüfbar. Zur Anzahl von Treffern machte das Ministerium keine Angaben.Ukraine: Tote im Gebiet Saporischschja nach russischen LuftangriffenInfolge russischer Angriffe sind nach ukrainischen Angaben im Südosten der Ukraine mindestens drei Menschen getötet worden. Zudem seien 15 Menschen bei den Angriffen vor allem auf das Umland der Großstadt Saporischschja verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des gleichnamigen Gebiets, Iwan Fedorow, auf Telegram mit. Es habe Angriffe mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben unter anderem auf Lagergebäude gegeben.Während Wadephul-Besuch in Kiew: Russland beschießt VorortWährend des Aufenthalts von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) in der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat Russland den Vorort Boryspil mit ballistischen Raketen angegriffen. Mitteilungen der ukrainischen Luftwaffe zufolge sind dabei mindestens drei Raketen eingesetzt worden. Boryspil liegt nur knapp 30 Kilometer östlich der Dreimillionenstadt. Luftalarm galt auch für Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij und Wadephul nahmen zu diesem Zeitpunkt an einer Veranstaltung mit Kriegsveteranen teil.Laut den Behörden wurden bei dem Angriff im Landkreis Boryspil mindestens zwei Menschen getötet. Weitere acht Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, auf Telegram mit. Es gebe Schäden an Lagerhallen, geparkten Transportern, Wohnhäusern und mindestens einer Tankstelle. Unbestätigten Berichten zufolge wurde vom russischen Militär auch besonders gefährliche Streumunition eingesetzt.„Wir stehen an der Seite der Ukraine. Wir unterstützen sie. Sie wird diese militärische Auseinandersetzung gewinnen.“Bundesaußenminister Johann WadephulWadephul war an diesem Samstag zum vierten Mal seit seinem Amtsantritt vor 16 Monaten in die Ukraine gereist. Es war ein Solidaritätsbesuch kurz vor dem 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine am kommenden Montag. Der Außenminister erklärte, er sei mit europäischen und nicht europäischen Kollegen im Gespräch über die weitere Unterstützung der Ukraine mit Luftverteidigungssystemen. Dafür seien die Eindrücke seiner Reise von großer Bedeutung.In der kommenden Woche will er mit seinem US-Kollegen Marco Rubio über weitere diplomatische Bemühungen für einen Frieden sprechen. „Ich setze darauf, dass die USA weiter bereit sind, eine aktive Rolle hier auch zu spielen in den Verhandlungen mit der Ukraine“, sagte Wadephul und ergänzte: „Aber ich glaube auch, dass es richtig war, dass wir Europäer im ersten Halbjahr dieses Jahres uns zusammengefunden haben im E3-Rahmen.“ Deutschland, Frankreich und Großbritannien würden in diesem Rahmen weiterhin sehr eng zusammenarbeiten.Ukraine trifft erstmals russischen Online-Versandhändler OzonNach Berichten ukrainischer Medien hat die Ukraine erneut im Gebiet Samara eine große Ölraffinerie angegriffen – und erstmals auch ein Lager des russischen Online-Versandhändlers Ozon. Das Unternehmen bestätigte einen Angriff auf sein Logistikzentrum im Gebiet Samara. Das Lager sei in Brand geraten, es seien 500 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht worden; es gebe aber auch Verletzte, teilte Ozon am Morgen mit. Für Mitarbeiter und Angehörige sei ein Notruftelefon eingerichtet worden.Zuvor hatte die Ukraine den größten russischen Online-Versandhändler Wildberries wiederholt mit Drohnen angegriffen. Die Schäden allein bei dem Unternehmen gehen nach Schätzungen von Branchenexperten in die Milliarden.Viele Tote und Verletzte bei russischer Attacke auf Krywyj Rih Nach einem russischen Drohnenangriff auf ein belebtes Einkaufszentrum in der ukrainischen Großstadt Krywyj Rih ist die Zahl der Toten nach Angaben aus der Ukraine auf mindestens 16 gestiegen. Der ukrainische Zivilschutz sprach am Morgen von noch neun Vermissten, darunter zwei Kinder.Am Freitagabend war zunächst von 15 Toten und 130 Verletzten die Rede gewesen. 29 Personen hätten schwerste Verletzungen erlitten, unter ihnen fünf Kinder, teilte der regionale Militärverwalter Oleksandr Hanscha auf Telegram mit.Präsident Wolodimir Selenskij sprach in einem Beitrag auf Facebook von einem „absolut zynischen und hinterhältigen Angriff auf ein gewöhnliches Einkaufszentrum“. Nach seinen Angaben griffen die Drohnen in zwei Wellen an. „Eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Ausbruch eines Brandes folgte ein erneuter Angriff auf die Rettungskräfte“, berichtete er.Die Heimatstadt von Selenskij liegt rund 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew. Erst vor wenigen Tagen war Krywyj Rih vom russischen Militär mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen angegriffen worden. Dabei starben nach offiziellen Angaben zwei Zivilisten, knapp ein Dutzend Menschen wurde verletzt.Wadephul kurz vor Unabhängigkeitstag in KiewKurz vor dem 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine ist Außenminister Johann Wadephul zu einem Solidaritätsbesuch in dem von Russland angegriffenen Land eingetroffen. Gleich nach seiner Ankunft mit einem Sonderzug am Bahnhof von Kiew verurteilte der CDU-Politiker die zunehmenden russischen Drohnen- und Raketenangriffe und warf Moskau „wahllosen Mord an Zivilisten“ sowie gezielte Zerstörung der Energieinfrastruktur vor. Russland wolle die Lebensgrundlage der Menschen in der Ukraine zerstören und so ihren Durchhaltewillen brechen.Die Sommermonate Juli und August seien für die ukrainische Zivilbevölkerung die tödlichsten seit mehr als vier Jahren gewesen. „Nie vorher feuerte Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland ab“, sagte er. Der CDU-Politiker sicherte der Ukraine vor diesem Hintergrund weitere Unterstützung zu. Er hofft darauf, dass Russland so zu Friedensverhandlungen bewegt werden kann. Kein Land investiert so viel in die militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine wie Deutschland.Wadephul ist zum vierten Mal seit seinem Amtsantritt vor 16 Monaten in dem Land. Der Besuch wurde aus Sicherheitsgründen wie üblich nicht öffentlich angekündigt. Auch sein Programm in Kiew wird nicht bekanntgegeben. Im Mittelpunkt werden aber Gespräche mit der ukrainischen Führung stehen.Am kommenden Montag vor 35 Jahren hat die Ukraine die Unabhängigkeit von der Sowjetunion erlangt. Um den Jahrestag herum finden Feierlichkeiten vor allem in der Hauptstadt Kiew statt.Lilly ZerbstNach mutmaßlicher Luftraumverletzung: Finnland bestellt russischen Botschafter ein Das finnische Außenministerium hat den russischen Botschafter wegen einer mutmaßlichen Luftraumverletzung durch ein Aufklärungsflugzeug einbestellt. Wie der finnische Grenzschutz am Freitag mitteilte, hat sich die Maschine vom Typ Il-20 am Vortag etwa drei Minuten lang im finnischen Luftraum befunden und ist dabei bis zu 8,7 Kilometer tief eingedrungen. Der Vorfall habe sich im westlichen Finnischen Meerbusen ereignet, eine Voruntersuchung sei eingeleitet worden. Die russische Botschaft in Finnland reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.Lilly ZerbstGebiet Charkiw: Russische Drohnen töten zwei FrauenRussland hat mit Drohnenangriffen im frontnahen ostukrainischen Gebiet Charkiw nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet. Bei der Attacke mit sechs Drohnen auf das Dorf Lebjaschje seien zwei Frauen im Alter von 66 und 73 Jahren getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte Charkiws Militärgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es seien fünf Häuser in Brand geraten, drei zerstört und viele weitere beschädigt worden. Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr setzte Russland gegen das Land insgesamt 135 Drohnen ein, davon seien 107 abgeschossen worden.Bei Gegenschlägen, mit denen die Ukraine auf die Angriffe antwortet, hat Kiew erneut Hunderte Drohnen gegen russische Ziele eingesetzt. Die russische Flugabwehr meldete in nicht überprüfbaren Angaben, sie habe 325 ukrainische Drohnen abgeschossen. In Moskau stellten wegen Luftalarms mehrere Hauptstadtflughäfen vorübergehend den Flugbetrieb ein. In der Region Perm, rund 1000 Kilometer nordöstlich von Moskau, wurde Medien zufolge eine Ölraffinerie getroffen. Es kam demnach zu einem Brand. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bestätigte später den Angriff auf die „über 1600 Kilometer von der Grenze“ entfernte Raffinerie und andere Ziele. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine News: Selenskij lehnt Wahlen in Kriegszeiten weiter ab: Wäre ein „Tsunami“
Der als Verteidigungsminister entlassene ukrainische Politiker Mychajlo Fedorow drängt auf Wahlen in seinem Land – der Präsident hat andere Pläne.







