Als Erin P. im Juli vergangenen Jahres zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde, beendete das einen der spektakulärsten Mordprozesse Australiens. Auf der ganzen Welt war verfolgt worden, wie der 51-Jährigen, die drei Verwandte mit einem Gericht aus Giftpilzen ermordet hatte, der Prozess gemacht wurde. Jetzt könnte sich das Spektakel noch einmal wiederholen – weil die Jury teilweise in einem Hotel mit Vertretern der Anklage untergebracht war. Die Verteidigung argumentiert, dieser Umstand habe das Verfahren grundlegend beschädigt.Im Juli 2023 hatte Patterson in ihrem Haus in Leongatha mehrere Angehörige ihres getrennt lebenden Ehemanns zum Mittagessen eingeladen. Die zweifache Mutter servierte Beef Wellington mit Kartoffelpüree und grünen Bohnen. Später sollte sich herausstellen, dass die Mahlzeit auch hochgiftige Knollenblätterpilze enthielt (lesen Sie hier alles über den Vorfall). Drei Gäste starben, ein weiterer wurde schwer verletzt. Die Ermittler gingen davon aus, dass Patterson die giftigen Pilze mit Absicht serviert hatte, die Jury teilte diese Auffassung.Ähnlich wie in den USA sollen Geschworene in Australien weder Medienberichte verfolgen noch mit Außenstehenden über den Fall sprechen. Weil dieser Fall besonders viel Aufmerksamkeit auf sich zog, hatte der amtierende Richter sogar beschlossen, die Geschworenen für die gesamte Dauer des Prozesses zu isolieren. Sie durften nicht einmal abends nach Hause gehen, sondern mussten in einem Hotel untergebracht werden.
Australien: Pilzmörderin – Berufung wegen überfüllter Hotels möglich
Erin P. wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem sie Verwandte mit einem Pilzgericht vergiftet hatte. Jetzt könnte das Urteil platzen.
















