Fifa-Chef Gianni Infantino (am 19. Juli in beim WM-Finale in East Rutherford, New Jersey)

Der Druck auf den umstrittenen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino bleibt extrem hoch. Jetzt forderte ihn der Präsident der nordamerikanischen Konföderation Concacaf auf, nicht bei einem Jugendturnier in der Karibik zu erscheinen.Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, erhielt Infantino ein Schreiben von Victor Montagliani. Darin bat der Kanadier, der auch Vizepräsident des Fifa-Rates ist, den Chef des Fußballweltverbandes, dem U14-Turnier an diesem Wochenende in der Dominikanischen Republik fernzubleiben. Demnach würde seine Anwesenheit den »sportlichen Charakter« der Veranstaltung »untergraben«.

»Ich glaube, dass sich die Medien angesichts der Führungskrise bei der Fifa, die durch Ihren umstrittenen Vorschlag ›Fifa Forward Enterprise‹ ausgelöst wurde, auf diese Situation konzentrieren werden», hieß es in dem Schreiben von Montagliani (mehr zu dem Skandal um die WM-Rechte hier ). »Daher bitte ich Sie im Namen des Fußballs höflich, Ihre Teilnahme zu überdenken, da sie leider den sportlichen Charakter dieser wichtigen Nachwuchsförderungsmaßnahme untergraben wird.« Montagliani wird als ein möglicher Nachfolger von Infantino gehandelt.