Der SC Magdeburg hat den Supercup-Hattrick der Füchse Berlin verhindert und erstmals unter Trainer Bennet Wiegert den Titel geholt. Der deutsche Handballmeister gewann das Duell mit dem Pokalsieger, der zuletzt zweimal in Serie beim Saisonauftakt triumphiert hatte, völlig ungefährdet mit 38:31 (20:15) und legte fünf Tage vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison den Grundstein für eine erneut erfolgreiche Spielzeit.Für Wiegert, seit 2015 in Magdeburg an der Seitenlinie, war es im vierten Anlauf als Trainer der erste Sieg bei der traditionellen Saisoneröffnung. Beim bislang letzten Magdeburger Supercup-Triumph vor 25 Jahren war der heute 44-Jährige noch selbst für den SCM aufgelaufen. Diesmal führte Gisli Thorgeir Kristjansson den Meister mit neun Treffern als bester Werfer zum Sieg.„Ich freue mich wirklich, weil wir oft jetzt hier standen und das Ding 25 Jahre nicht mehr holen konnten. Und deswegen fühlt es sich gerade verdammt gut an“, sagte Wiegert bei Dyn: „Ich glaube, Leidenschaft und Einstellung kamen heute absolut bei uns zustande.“ Matchwinner Kristjansson betonte: „Wir haben uns sehr wenig Fehler erlaubt in diesem Spiel und waren in allen Bereichen sehr souverän.“ Die Partie mache „Vorfreude, auf das was kommt“. Damit unterstrich Magdeburg direkt zum Auftakt seine Titelambitionen für die kommende Spielzeit.Bei den Frauen hatte sich bereits zuvor die HSG Blomberg-Lippe in einer engen Partie erstmals den Titel gesichert. Die deutschen Meisterinnen besiegten Pokalsieger Borussia Dortmund mit 26:24 (22:22, 9:9) nach Siebenmeterwerfen und sicherten sich nach der umjubelten Premieren-Meisterschaft ihren zweiten Titel der Vereinsgeschichte.