PfadnavigationHomePanoramaSchwedenSchwert-Angriff hat offenbar rechtsradikalen Hintergrund – Todesopfer ist 17‑jähriges MädchenStand: 17:08 UhrLesedauer: 2 MinutenSicherheitskräfte am Freitag vor der Brinell-Schule in FagerstaQuelle: Fredrik Sandberg/TT/via REUTERSSchweden trauert um eine 17-Jährige, die bei einem Angriff mit einem Schwert an einer Schule starb. Der mutmaßliche Täter soll sich für Amokläufer und Massenmörder begeistert haben – ein Vorbild könnte die Tat auch haben.Das Todesopfer bei dem Angriff mit einem Schwert an einer schwedischen Schule ist einem Medienbericht zufolge ein 17 Jahre altes Mädchen. Das berichtete am Morgen die Zeitung „Fagersta-Posten“ unter Berufung auf die Familie des Opfers. „Wir haben ein Mädchen verloren, das ihre ganze Zukunft noch vor sich hatte“, sagte die Lehrerin des Todesopfers der Zeitung „Dagens Nyheter.“ Bei dem Angriff am Freitag in Fagersta nordwestlich von Stockholm waren drei weitere Jugendliche verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Ein Jugendlicher konnte mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen werden, wie am Samstag berichtet wurde. Zwei Jungen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren, von denen einer notoperiert werden musste, werden weiterhin im Krankenhaus behandelt. Ihr Zustand wird als stabil beschrieben.Der mutmaßliche Täter – ein 18‑jähriger Mann – wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen. Er befindet sich in Polizeigewahrsam. Mehrere Medien berichten übereinstimmend, der 18-Jährige sei Schüler der Schule gewesen und habe über eine Zugangskarte für das Gebäude verfügt. Zum Motiv ist noch nichts bekannt, doch erste Recherchen schwedischer Medien deuten auf einen rechtsradikalen Hintergrund hin.Die Zeitungen „Expressen“ und „Dagens Nyheter“ werteten auch Social-Media-Profile des mutmaßlichen Täters aus. Dort teilte er selbst erstellte Clips, in denen er Amokläufern und Massenmördern huldigt, darunter auch dem Rechtsextremisten und Terroristen Anders Breivik. Auch habe der 18-Jährige Clips der populistischen Örebro-Partei, der Alternative für Schweden und mehrere Beiträge aus dem rechtsextremen Milieu auf TikTok geteilt.Besonderen Raum nimmt demnach eine Tat ein, die eine Art Vorbild für den Angriff in Fagersta zu sein scheint: Anton Lundin Pettersson tötete 2015 in einer Koran-Schule in Trollhättan drei Schüler mit einem Schwert. Ein Lehrer verstarb später an seinen Verletzungen im Krankenhaus. Der Angreifer von Fagersta veröffentlichte mehrere Beiträge in einer Kleidung, die Lundin Pettersson zum Zeitpunkt seines Verbrechens trug: schwarze Maske, Helm, langer schwarzer Mantel und Schwert.Ministerpräsident besucht Schule in FagerstaDie Tat erschüttert Schweden. Regierungschef Ulf Kristersson und Oppositionsführerin Magdalena Andersson besuchten am Samstag Fagersta. An einem Gedenkort wurden etliche Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.Der Alarm war am Freitag um 14.06 Uhr eingegangen. „Um 14.16 Uhr war der Täter überwältigt und konnte festgenommen werden. Dabei gab die Polizei Schüsse ab“, hieß es in einer Mitteilung. Am Freitag berichteten Boulevardmedien zunächst, dem Angreifer sei ins Bein geschossen worden. Am Samstag sagte der Pressesprecher der Polizei, dazu lägen ihm keine Informationen vor. Der 18-Jährige habe keine medizinische Behandlung benötigt.dpa/sebe
Schweden: Schwert-Angriff hat offenbar rechtsradikalen Hintergrund – Todesopfer ist 17‑jähriges Mädchen - WELT
Schweden trauert um eine 17-Jährige, die bei einem Angriff mit einem Schwert an einer Schule starb. Der mutmaßliche Täter soll sich für Amokläufer und Massenmörder begeistert haben – ein Vorbild könnte die Tat auch haben.













