Die Internationale Funkausstellung (IFA) Berlin vollzieht unter der Leitung von Leif Lindner (CEO der IFA Management) und Karin Schal (Geschäftsführerin der GFU) eine konzeptionelle Neuausrichtung. Ziel des neuen Formats ist es, das traditionelle Messeformat von einer reinen Produktpräsentation zu einer Plattform für Dialog, tiefe Einordnung und persönlichen Austausch weiterzuentwickeln. Dabei spielt auch die Generation Z eine bedeutende Rolle.Die Messeleitung formuliert dies unter dem Anspruch, nicht nur der „Trailer“, sondern der eigentliche „Film“ zu sein. Dabei rücken neben technologischen Innovationen zunehmend kulturelle Kooperationen und gesellschaftliche Haltungsthemen in den Vordergrund der Branchenkommunikation.

Leif Lindner gab zum IFA Warmup einen Ausblick.

© Markus Wächter/Berliner Zeitung

Ein zentraler Aspekt dieser Neuausrichtung ist das Leitmotiv „Art Shapes the Future“, das im Rahmen einer Kooperation zwischen der IFA, Volkswagen und dem Fotomuseum Fotografiska Berlin umgesetzt wird. Fee Hager (Volkswagen Global) und Bernak Kharabi (Fotografiska) betonen, dass sich das moderne Sponsoring-Verständnis weg von klassischer Markenplatzierung hin zu einer Rolle als „Enabler“ von Erlebnissen entwickelt. Als Kriterium für eine erfolgreiche Partnerschaft gilt die Frage, ob die Initiative auch nach gedanklichem Abzug aller Markenlogos einen echten Mehrwert für die Beteiligten bietet.Konkretisiert wird dieses Vorhaben durch die globale Initiative „Emerging Artists“, die aufstrebende visuelle Künstler unterstützt. Über einen weltweiten „Open Call“, der ohne akademische Voraussetzungen oder Altersbeschränkungen für Interessierte offenstand, wurden Arbeiten eingereicht, von denen drei ausgewählte Werke im Palais-Bereich am Creator-Eingang der IFA ausgestellt werden.Die Partnerschaft umfasst zudem Aktionen wie die künstlerische Gestaltung eines Fahrzeugs (Volkswagen R) durch einen professionell sprühenden IFA-Mitarbeiter aus dem Personalbereich während einer Artist Party im Juni. Zudem präsentiert Volkswagen Fahrzeuge wie den ID Polo und ID Cross auf der Messe, was eine Premiere für Automobilhersteller auf einer klassischen Consumer-Technology-Messe darstellt.