Gemeinde evakuiert : Waldbrand nahe Valencia außer Kontrolle22.08.2026, 12:02Lesezeit: 2 Min.Extremwetter in Spanien: Wegen eines Waldbrandes müssen 1000 Menschen in Gátova ihre Häuser verlassen. Weiter nördlich an der Costa Dorada gibt es Überschwemmungen und Verletzte.In der spanischen Region Valencia hat sich ein Waldbrand in der Region Valencia weiter ausgebreitet. Etwas weiter nördlich kam es aufgrund heftiger Regenfälle hingegen zu Überschwemmungen. Wegen der Flammen bei der Gemeinde Gátova mussten rund 1000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Für Menschen ohne eigenes Fahrzeug seien Busse bereitgestellt worden, sagte der Katastrophenschutzminister der Autonomen Region Valencia, Juan Carlos Valderrama, vor Journalisten.Die Flammen, die am späten Donnerstagabend durch einen Blitz ausgelöst worden sein sollen, seien bisher nicht unter Kontrolle. Bis zum Freitagabend seien mehr als 400 Hektar verbrannt. Normalerweise habe Gátova etwa 450 Einwohner, deren Zahl sich in den Sommermonaten durch Urlauber jedoch verdoppele, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die Flammen bebautem Gebiet schon nahe gekommen waren. Am Freitag lag dichter Rauch über dem kleinen Ort.Das Feuer war einige Kilometer weiter südlich in der Gemeinde Segorbe ausgebrochen und breitete sich dann im Naturpark der Sierra Calderona Richtung Gátova aus. An den schwierigen Löscharbeiten in dem unwegsamen Gelände waren die Militärische Kriseneinheit UME, zahlreiche Feuerwehren sowie Löschhubschrauber und Löschflugzeuge im Einsatz.Dürre und Rekordtemperaturen, die auch eine Folge des Klimawandels sind, machen die Vegetation extrem leicht entflammbar. Nach Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) sind bei 425 Waldbränden in diesem Jahr in Spanien bereits mehr als 297.000 Hektar verbrannt, eine Fläche größer als das Saarland.Sieben Verletzte nach schweren UnwetternUnterdessen sind bei schweren nächtlichen Unwettern im Nordosten Spaniens mindestens sieben Menschen verletzt worden. Allein drei Menschen erlitten nach Angaben der Rettungskräfte in der Nacht zum Samstag Verletzungen, als in der Hafenstadt Roda de Bera südwestlich von Barcelona eine Mauer einstürzte. Zwei weitere Menschen wurden auf einem Campingplatz in derselben Stadt ebenfalls durch eine einstürzende Mauer verletzt. Etwa 100 aus einer Diskothek in Vendrell und rund 300 Menschen mussten nach Behördenangaben von dem Campingplatz in Sicherheit gebracht werden.In der katalanischen Region wurden am frühen Samstagmorgen bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Stunden gemessen. Die Feuerwehr musste mehrere Menschen aus ihren von Wassermassen eingeschlossenen Autos retten, wie Katastrophenschutzchefin Inma Solé dem spanischen Fernsehen sagte. In der Küstenstadt El Vendrell stand die Strandpromenade mehr als einen halben Meter tief unter Wasser. Auch in den Orten Comarruga und Torredembarra wurden laut Fernsehberichten mehrere Straßen überschwemmt.Erst vor rund einer Woche hatten schwere Regenfälle Überschwemmungen und Erdrutsche im Nordwesten Spaniens ausgelöst. Zwei Frauen kamen bei dem Unwetter ums Leben.