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Handelspolitik: Deutsche Industrie steht vor China-Wende Durch seine Exporte setzt China die deutsche Industrie unter Druck. Der BDI diskutiert deshalb ein härteres Vorgehen. Was gefordert wird.
Containerschiffe liegen im Hafen Bremerhaven (Aufnahme mit einer Drohne). Foto: Sina Schuldt/dpaDie deutsche Wirtschaft steht vor einer Wende in ihrer China-Politik. „In den Industrieverbänden des BDI wird derzeit intensiv über ein härteres handelspolitisches Vorgehen gegenüber China diskutiert“, sagte Friedolin Strack, Co-Bereichsleiter Internationales beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), laut einem Vorabbericht der „Welt am Sonntag“.Es würden verschiedene Ansätze erörtert, wie die handelspolitischen Schutzinstrumente der Europäischen Union weiterentwickelt werden könnten. Dabei gehe es um Fragen der Beweisführung in Antidumping- und Antisubventionsverfahren sowie um deren Ausgestaltung und Geschwindigkeit.Zugleich gehe es darum, wie bestehende Instrumente angesichts aktueller Herausforderungen möglichst wirksam eingesetzt werden könnten. Die EU dürfe nicht jahrelang an einem handelspolitischen Superinstrument arbeiten, um es anschließend in der Schublade liegenzulassen. „Stattdessen sollten wir viele kleinere Maßnahmen nutzen. China macht das ähnlich“, sagte Strack.Plug-in-Hybride Erst E-Autos, jetzt Plug-Ins – warum die nächste Autokrise mit China droht Brüssel könnte den Verkauf von Plug-in-Hybriden erschweren. Das will Kanzler Friedrich Merz verhindern. Doch ausgerechnet mit China droht deshalb der nächste Konflikt. von Sonja ÁlvarezVor wenigen Tagen hatte der Verband der Automobilindustrie (VDA) als einer der wichtigsten BDI-Mitgliedsverbände bestätigt, dass er seine China-Politik überdenke. Der Maschinenbauverband VDMA als zweiter mächtiger Vertreter mit bislang großem China-Geschäft hatte seine Position vor mehreren Monaten geändert.„Wir werden aktuell mit unfairen Maßnahmen deindustrialisiert – und das wollen die meisten Unternehmen nicht mehr hinnehmen“, sagte VDMA-Außenwirtschaftsleiter Oliver Richtberg der Zeitung. Wenn jetzt nicht gehandelt werde, entstünden künftig zusätzliche kritische Abhängigkeiten von Maschinen aus China, da europäische Hersteller zunehmend unter Druck gerieten. Er forderte schnelles Handeln ohne Furcht vor chinesischer Vergeltung.Wenn man aus Angst vor der Abhängigkeit bei Seltenen Erden nun jahrelang nicht handele, gerate man in einen Teufelskreis, erklärte Richtberg. Appelle und Dialog seien hingegen nicht zielführend. China werde sich politisch keinen Millimeter bewegen. Was das Land derzeit wirtschaftlich über Wasser halte, sei der Export. „In diesem Bereich wird man rausholen, was geht. Deswegen müssen wir in der EU selbst aktiv werden“, betonte Richtberg. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick








