Sie ist zu groß und darf folglich nie mit auf die große Reise. Gemeint ist unsere heimische Computermaus. Wer überwiegend mit Handgepäck ins Flugzeug steigt, muss sorgsam packen, und da fliegt sie raus, die Maus. Das könnte sich nun ändern. Wir haben einige Zeit die Mobi Fold von Logitech ausprobiert, und wie der Name schon sagt, ist es eine sehr kompakte Klappmaus. Zusammengeklappt und damit ausgeschaltet, hat das Gehäuse in etwa das Volumen einer Ladebox für Ohrhörer, rund 66 × 57 × 21 Millimeter. Sie wiegt nur 80 Gramm.Aufgeklappt spreizt sie sich zu einem Dreieck mit den Maßen 122 × 57 × 33 Millimeter. Vorn links und rechts liegen jeweils die beiden Maustasten, und in der Mitte findet sich ein originelles Bedienelement: Streicht man sanft mit dem Finger nach oben und unten, nimmt es die Funktion eines Rollrades ein, um den Cursor flink in der Vertikalen zu bewegen. Drückt man mit dem Finger etwas fester auf die obere oder untere Hälfte, löst man damit zwei frei belegbare Tasten aus. Dafür muss allerdings die Logi-Options-Plus-App installiert sein. Auf Holz, Kunststoff und Mauspad gleitet die Mobi Fold unproblematisch.Die eckige Bauform hat auch NachteileDas alles hört sich prima an, aber die ungewöhnliche Bauform verlangt doch einige Gewöhnung. Mäuse für den Büroschreibtisch haben üblicherweise eine gerundete Oberfläche, sodass die Finger nahezu von allein ihr Ziel finden. Die eckige und zudem flache Gestaltung der Mobi Fold verlangt eine gewisse Aufmerksamkeit. Intuitiv geht hier zunächst nichts.Passt: Dank kompakter Maße gelingt die Unterbringung in der Hosentasche.HerstellerEin weiterer Nachteil ist ihre hohe Latenz, wenn sie per Bluetooth angebunden ist. Man merkt das bei Spielen. Dieser Minuspunkt ist nicht ihrem Hersteller zuzuschreiben, sondern Bluetooth selbst. Logitech bietet deshalb ein alternatives, proprietäres Funkprotokoll namens Bolt an. Dazu muss man einen entsprechenden Dongle an den Rechner stecken. Der liegt jedoch nur der Business-Version der Mobi Fold bei, die dann 85 statt 80 Euro kostet. Die Preisgestaltung mag man als unangemessen bezeichnen. Eine günstige kabellose Maus von Logitech gibt es bereits für 25 Euro und von Lenovo für weniger als 15 Euro.Wie ihre größeren Geschwister erlaubt auch der Zwergnager den Anschluss an bis zu drei Geräte. An der Unterseite gibt es eine kleine Taste zum Koppeln und drei Mini-LED, die anzeigen, welcher der drei Modi gerade aktiv ist. Die Maus kann man sodann auch mit Smartphone und Tablet verbinden, was ihr Einsatzspektrum deutlich erweitert.Drei Mäuse sollt ihr sein: die Farbvarianten.HerstellerDie Mobi Fold hat einen Akku eingebaut, der nach einminütigem Laden einen Betrieb von 22 Stunden bieten soll. Die Strombetankung erfolgt mit USB-C. Wir haben die Maus einmal geladen und seither einige Wochen lang in Betrieb gehabt. Der Hersteller gibt eine Nutzungszeit von 30 Tagen bei vollem Akku an. Die Mobi Fold ist auch im Paket mit einer ebenfalls kompakten Tastatur von Logitech erhältlich, der Keys to Go 2, die 25 Zentimeter breit ist und vom Design her bestens zur Maus passt.
Wie gut die kleine Klappmaus Mobi Fold von Logitech wirklich ist.
Nicht nur am Gewicht gespart: Logitech bringt eine kleine Klappmaus für mobile Menschen auf den Markt. Wie gut sie funktioniert.








