PfadnavigationHomeRegionalesNordrhein-WestfalenMerz will Helfern im Waldbrandgebiet dankenStand: 04:33 UhrLesedauer: 3 MinutenDie Löscharbeiten in der Eifel sind inzwischen abgeschlossen. (Archivbild(Quelle: Christian Knieps/dpaAus dem Sommerurlaub ins Katastrophengebiet: Seinen ersten öffentlichen Termin seit 23 Tagen nimmt der Kanzler fernab der Hauptstadt wahr.Es ist der erste öffentliche Termin von Bundeskanzler Friedrich Merz nach seinem Sommerurlaub: Zwei Tage nach der vollständigen Löschung des verheerenden Waldbrands in der Eifel besucht der CDU-Politiker das Gebiet, um den Helfern zu danken. In Hürtgenwald will er sich am Nachmittag über den Einsatzverlauf und die Lage vor Ort informieren.Der Waldbrand in der Eifel war nach Einschätzung der Landesregierung der größte in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Nach einer Woche gab der Bürgermeister der besonders stark betroffenen Gemeinde Hürtgenwald, Stephan Cranen, am Donnerstag Entwarnung: «Das Feuer ist gelöscht.»Merz als erster Vertreter der Bundesregierung im WaldbrandgebietAus der Bundesregierung war bisher niemand im Katastrophengebiet. Allerdings waren mehrere Vertreter der nordrhein-westfälischen Landesregierung dort. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) unterbrach dafür vor einer Woche seinen Urlaub in der Lüneburger Heide.Der Kanzler hat den Einsatzkräften bisher nur über die Plattform X für ihren «unermüdlichen und oft bis zur Erschöpfung reichenden Einsatz» gedankt. Das will er nun auch noch einmal persönlich tun. Während des Einsatzes hatte er sich laufend unterrichten lassen.Letzter öffentlicher Auftritt am 29. JuliDie Opposition hatte ihm während seiner Abwesenheit im Zuge der Hitzewelle aber Untätigkeit bei der Bekämpfung des Klimawandels vorgeworfen. So sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge bei RTL und ntv: «Friedrich Merz scheint zu hoffen, wenn er im Urlaub ist und niemand ihn sieht, auch niemand auf die Idee kommt, dass er zuständig sein könnte, die Folgen der Klimakrise zu bekämpfen.»Merz war vor der Sommerpause wegen des personellen Umbaus von Regierung, Fraktion und Partei in seiner eigenen Partei unter Druck geraten. Am 29. Juli hatte er sich nach einer Sondersitzung der Unionsfraktion im Bundestag mit den Worten verabschiedet: «Vielen Dank, schöne Ferien.»Seitdem hat sich Merz nur hin und wieder über schriftliche Erklärungen oder Äußerungen von Regierungssprechern öffentlich zu Wort gemeldet. Im Kanzleramt bezeichnet man die terminfreie Zeit dennoch bewusst nicht als Urlaub, weil der Regierungschef sich in jeder Auszeit laufend über das aktuelle Geschehen informiert und sich von Fall zu Fall auch eingeschaltet. So gab es diesen Sommer eine Schalte des Nationalen Sicherheitsrats, nachdem die Sprengstoff-Drohne auf dem Leipziger Flughafen entdeckt worden war.Hitzeschutz birgt Konfliktpotenzial für KabinettsklausurIn der kommenden Woche werden Hitzeschutz und Klimawandel bei der Kabinettsklausur zur Sprache kommen. Dabei gibt es Konfliktpotenzial zwischen den Koalitionspartnern. Die SPD will eine Grundgesetzänderung für einen besseren Schutz vor Hitze und weiteren Folgen des Klimawandels auf den Weg bringen. Für eine wirksame Anpassung an die Klimakrise brauche es «eine gesamtstaatliche Kraftanstrengung, die Prioritäten setzt, Ressourcen bündelt, Abstimmungen intensiviert und schnelles Handeln ermöglicht», heißt es in einem Papier SPD-geführter Bundesministerien.Die Unionsseite ist dagegen. Merz' neuer Staatsminister für die Beziehungen zwischen Bund und Ländern, Philipp Amthor, lehnte «abstrakte Diskussionen über eine Verfassungsänderung» ab. «Vor einer Diskussion über eine Verfassungsänderung sollte eine Diskussion über eine optimale Nutzung schon bestehender Handlungsmöglichkeiten stehen», sagte der CDU-Politiker.dpa-infocom GmbH
Merz will Helfern im Waldbrandgebiet danken - WELT
Aus dem Sommerurlaub ins Katastrophengebiet: Seinen ersten öffentlichen Termin seit 23 Tagen nimmt der Kanzler fernab der Hauptstadt wahr.












