Dobrindt: Waffen und Munition für Anschlagspläne Nach dem Fund eines Waffenverstecks in einem Wald nahe Berlin hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Die Sicherheitsbehörden gingen davon aus, dass das Waffenlager für einen Anschlag angelegt worden sei, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bei einer Pressenkonferenz. Ein Verdächtiger sei ermittelt worden, er sitze derzeit in Rumänien in Haft. Der Verdacht laute auf geheimdienstliche Agententätigkeit und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Eine „Beteiligung fremder Mächte“ sei dabei nicht auszuschließen.Dobrindt sprach von einem „Low Level Agenten", zurStaatsangehörigkeit des Verdächtigen wollte er sich unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern. Auch auf die „fremden Mächte“ ging der Minister nicht näher ein. NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ hatten zuvor berichtet, dass dem Verfassungsschutz Hinweise vorlägen, dass es sich um ein Waffenversteck russischer Geheimdienste handle.„Diese Waffen, die gefunden worden sind, auch die Munition, die ist sicherlich vorgesehen gewesen, um Anschlagsplanungen durchzuführen“, sagte Dobrindt. Zum Ziel des möglichen Anschlags lägen noch keine Erkenntnisse vor. „Dieser Fall zeigt, dass wir von einer hohen Gefährdungslage ausgehen“, fügte der Minister hinzu. Der Verfassungsschutz hatte schon im vergangenen Oktober Hinweise auf das Versteck erhalten. „Verfassungsschutz und Polizei haben dieses Versteck ausfindig gemacht“, sagte Dobrindt. „In diesem Versteck waren zwei Handfeuerwaffen und entsprechend Munition hinterlegt.“ Die Waffen und die Munition seien „ausgetauscht beziehungsweise funktionsunfähig gemacht worden, so dass eine mögliche Gefahr, die von diesem Versteck ausgeht, unmittelbar ausgeräumt worden ist“. Das Versteck sei anschließend überwacht worden, „um mögliche Abnehmer zu identifizieren“. Diese Überwachung habe aber kein Ergebnis gebracht: „Es gab keinen Abholer.“ Ukrainische Soldaten fliehen in Deutschland vor MilitärdienstUkrainische Soldaten haben sich in Deutschland unerlaubt dem Militärdienst entzogen. Eine Sprecherin des Special Training Command der Bundeswehr bestätigte der F.A.Z., dass sich Angehörige der ukrainischen Streitkräfte während ihrer militärischen Ausbildung auf deutschem Boden „vereinzelt entfernt“ hätten. Das Special Training Command koordiniert die Ausbildung ukrainischer Soldaten. Zuvor hatte die „Zeit“ berichtet, dass allein in Sachsen-Anhalt rund 80 solcher Fälle bekannt sind; bundesweit sollen es demnach einige Hundert sein. Ob alle Fälle rechtlich als Fahnenflucht einzustufen sind, ist nicht bekannt. In der Ukraine können Deserteure mit bis zu zwölf Jahren Haft bestraft werden.Kiew hat im Abwehrkrieg gegen Russland mit einem erheblichen Personalmangel zu kämpfen. Mitarbeiter der Rekrutierungszentren mobilisieren in der Ukraine deswegen auch Männer auf der Straße, wobei es auch zu gewaltsamen Vorfällen kommt. In dem Land unterliegen Männer zwischen 18 und 60 Jahren grundsätzlich einer Wehrdienstpflicht. Für die Einberufung an die Front gilt das Mindestalter von 25 Jahren. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges wurden nach ukrainischen Angaben Zehntausende Desertionen registriert. In Deutschland haben laut der Bundeswehr seit 2022 rund 29.000 ukrainische Soldaten eine Ausbildung absolviert.Für ukrainische Soldaten, die in Deutschland ausgebildet werden und desertieren, greift der vorübergehende Schutz nach Paragraph 24 des Aufenthaltsgesetzes grundsätzlich nicht. Ein Asylantrag ist möglich, die Erfolgsaussichten müssen im Einzelfall geprüft werden.Nord-Stream-Anschlag: Verdächtiger in Kroatien in U-HaftEin Gericht in der kroatischen Küstenstadt Pula hat den Ukrainer Wolodymyr Z., der der Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines im September 2022 verdächtigt wird, in Untersuchungshaft genommen. Damit wurde das Verfahren zu seiner drohenden Auslieferung nach Deutschland eingeleitet, berichtete das kroatische Fernsehen HRT. Z. war am Mittwoch aufgrund eines von Deutschland ausgestellten Europäischen Haftbefehls in Pula festgenommen worden. Matija Milos, der Rechtsanwalt des Ukrainers, hatte am Donnerstag vor Journalisten gesagt, sein Mandant werde die drohende Auslieferung juristisch anfechten und den Instanzenweg beschreiten. Nach kroatischer Rechtslage muss das Verfahren – einschließlich der Berufung – innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen sein. Die Bundesanwaltschaft wirft Z. unter anderem das gemeinschaftliche Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vor und will ihn in die Bundesrepublik überstellen lassen. Der Ukrainer soll einer der Taucher gewesen sein, die die Sprengladungen an den Pipelines in der Nordsee angebracht hatten. Nach Angaben der kroatischen Polizei wurde Z. in einer touristischen Unterkunft in einem Ressort am Südrand von Pula festgenommen. Dort ist auch das Team einer Hollywood-Filmproduktion untergebracht, das gerade die Nord-Stream-Anschläge als fiktionalen Polit-Thriller verfilmt. Unter dem US-Regisseur Doug Liman („Die Bourne Identität") wirken daran die Hollywoodstars Sean Penn und Adrien Brody mit. Kiew: Russland hat im Sommer 52 zivile Schiffe angegriffenRussland hat nach Angaben des ukrainischen Infrastrukturministeriums im Juli und in der ersten Augusthälfte 52 zivile Schiffe angegriffen. ⁠Darunter befinden sich Schiffe, die Lebensmittel und andere Fracht von oder zu ukrainischen Häfen transportieren, sowie Schiffe, die in den Häfen liegen, teilt das Ministerium auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Derweil meldete Russlands staatliche Nachrichtenagentur Tass, dass russische Truppen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau das Dorf Selene in ⁠der ostukrainischen Region Donezk eingenommen haben. Die Angaben können nicht unabhängig bestötigt werden. Tokio protestiert wegen Russlands RaketentestJapan hat gegen einen angeblich von Russland angekündigten Raketentest vor den zwischen beiden Ländern umstrittenen Kurilen-Inseln protestiert. „In Antwort auf die Benachrichtigung über den Plan, einen Raketentest durchzuführen, haben wir Protest eingelegt“, sagte ein Sprecher der japanischen Regierung der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete unter Berufung auf Angaben der russischen Pazifikflotte, der Test habe bereits stattgefunden. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die Inselgruppe, die in Russland Kurilen und in Japan Nördliche Territorien genannt wird, in der vergangenen Woche erstmals besucht, was in Japan heftige Kritik hervorgerufen hatte. Das Kurilen-Archipel erstreckt sich zwischen der russischen Halbinsel Kamtschatka und der japanischen Insel Hokkaido im Pazifik. Das sowjetische Militär hatte die Kurilen 1945 vollständig erobert, seitdem ist russisches Militär dort präsent.Japan erhebt Anspruch auf drei Inseln im südlichsten Teil der Kurilen, darunter die von Putin besuchte Insel Iturup, sowie auf eine ebenfalls dort gelegene Inselgruppe. Russland zählt die Inseln zu seinem Staatsgebiet, Japan spricht von einer „illegalen Okkupation“. Wegen des Konflikts gibt es noch immer keinen Friedensvertrag zwischen den beiden Staaten. Wie lief Putins Besuch vergangene Woche ab? Das können Sie hier nachlesen.Ukrainischer Drohnenangriff beschädigt russische IndustrieanlageBei einem ukrainischen Drohnenangriff wird eine Industrieanlage in ⁠der russischen Region Perm im Ural beschädigt. Dies teilt Regionalgouverneur Dmitri Machonin mit. Um welche Anlage es sich genau handelt, lässt er offen. In der Region befindet sich jedoch eine ‌große Ölraffinerie, die in den vergangenen Monaten wiederholt angegriffen wurde. Waffenlager in der Nähe von Berlin entdecktDie Sicherheitsbehörden haben einem Medienbericht zufolge in der Nähe von Berlin ein geheimes Waffenlager gefunden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz gehe davon aus, dass es im Auftrag russischer Geheimdienste angelegt wurde, berichteten Norddeutscher Rundfunk, Westdeutscher Rundfunk und „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag. In dem Depot in einem Wald in Brandenburg seien zwei Handfeuerwaffen gelagert worden.Laut dem Bericht ermittelt inzwischen die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Ein Tatverdächtiger sei vor einiger Zeit in Rumänien festgenommen worden. Dem Bericht zufolge könnte er das Waffenlager angelegt haben.Die Beamten hätten einen Hinweis auf das Versteck bekommen und es schon im vergangenen Spätsommer gefunden, berichten die Medien. Deutsche Sicherheitsbehörden seien inzwischen davon überzeugt, dass die Waffen für Agenten hinterlegt wurden, die im Auftrag Russlands so genannte kinetische Operationen – also Mordanschläge – ausführen sollten, also etwa Attentate. Laut SZ, WDR und NDR hat Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen seit Monaten gewarnt, dass Russlands Geheimdienste die Gangart verschärft hätten und auch in Deutschland gezielt Attentate planen würden. Mutmaßlicher russischer Spion in Australien vor GerichtIn Australien wird einem 27 Jahre alten russisch-australischen Staatsbürger der Prozess gemacht, der laut Polizei in der Ukraine für Russland spioniert hat. Der Angeklagte muss sich am Freitag vor einem Gericht in Brisbane verantworten. Er habe in Russland eine „militärische Ausbildung“ erhalten und sei später den ukrainischen Streitkräften beigetreten, sagte die Präsidentin der australischen Bundespolizei, Krissy Barrett, auf einer Pressekonferenz. In der Ukraine habe der Angeklagte „Zugang zu Informationen über deren Armeepersonal, Einheiten und Standorte“ erlangt, sagte Barrett weiter. Der mutmaßliche Spion habe „Informationen, die er in der Ukraine erhalten hatte, an Personen weitergegeben oder weiterzugeben versucht, von denen er glaubte, sie handelten im Auftrag russischer Geheimdienste“. Mutmaßlich habe dieses Verhalten „ein Risiko für die Sicherheit ukrainischer Armeeangehöriger geschaffen“. Zweite Tote in Charkiw nach russischem DrohnenangriffRussland hat mit Drohnenangriffen nahe seiner Grenze im ostukrainischen Gebiet Charkiw nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet. Bei der Attacke mit sechs Drohnen auf das Dorf Lebjaschje seien zwei Frauen im Alter von 66 und 73 Jahren getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte Charkiws Militärgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es seien fünf Häuser in Brand geraten, drei zerstört und viele weitere beschädigt worden. Die Region ist besonders oft das Ziel von russischen Angriffen in dem seit viereinhalb Jahren andauernden Krieg. Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr setzte Russland bei dem jüngsten Angriff gegen das Land insgesamt 135 Drohnen ein, davon seien 107 abgeschossen worden. Hannah SturmAngriff auf der Krim mit zwei TotenBei einem ukrainischen Angriff sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Angaben der Besatzungsbehörden zwei Menschen getötet worden. Weitere drei seien bei der Attacke im Umland der Stadt Simferopol verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow bei Telegram mit. Andernorts gebe es einen weiteren Verletzten. Details nannte Aksjonow nicht. Hannah SturmSelenskyj: „Es sind Raketen für Patriots nötig, das können nur unsere Partner bereitstellen.“Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach massiven russischen Luftangriffen erneut auf den Mangel an Flugabwehrraketen hingewiesen und an die Partner seines Landes appelliert. „Es sind Raketen für Patriots nötig, das können nur unsere Partner bereitstellen“, sagte er in einer abendlichen Videoansprache. Es gehe nicht um Geschenke, sondern um die Bereitschaft der Ukraine, Waffen zu kaufen.Russland hatte vor allem Kiew und das Umland der Hauptstadt in der Nacht erneut massiv angegriffen. Selenskyj sprach von 16 Toten und fast 50 Verletzten. Mehr als 200 Objekte, davon 86 Gebäude, seien beschädigt worden. Moskau setzte ihm zufolge dabei viele ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen ein. Er sprach von einer deutlich schlechteren Abfangquote bei ballistischen Raketen als bei Marschflugkörpern. Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Als wirksames Mittel dagegen gelten moderne Patriot-Flugabwehrsysteme - der Ukraine mangelt es jedoch an Raketen dafür. Auf die russischen Angriffe werde die Ukraine „absolut gerecht und weitreichend“ reagieren, kündigte Selenskyj an.Hannah SturmFinnland: Mögliche Verletzung des Luftraums durch RusslandEin russisches Flugzeug steht im Verdacht, über der Ostsee Finnlands Luftraum verletzt zu haben. Nach Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums spielte sich der Vorfall am Donnerstagnachmittag über dem westlichen Teil des Finnischen Meerbusens ab. „Jeder Verdacht auf eine territoriale Verletzung wird ernst genommen“, sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut einer Mitteilung. „Die Ermittlungen laufen."Die Grenzschutzbehörde untersuche den Vorfall. Angaben dazu, um was für ein Flugzeug es sich gehandelt haben könnte, gab es zunächst nicht. Hannah SturmWeitere russische Angriffe auf Kiew und KramatorskNach massiven Angriffen Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht ist bei einer neuen Attacke am Tag mindestens ein weiterer Mensch getötet worden.Drohnentrümmer seien auf ein Geschäftszentrum gestürzt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Ein Toter und zwei Verletzte seien gefunden worden, Rettungskräfte setzten die Suche in dem Gebäude fort. Klitschko sprach von einem gezielten Angriff auf die kritische Infrastruktur. In zwei Stadtteilen könne es zu Unterbrechungen der Warmwasserversorgung kommen. Auch Kramatorsk in der Ostukraine wurde nach Behördenangaben tagsüber angegriffen. Dabei seien elf Menschen verletzt worden, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Über Kiew hängen nach neuen russischen Angriffen dunkle RauchschwadenAuch am Donnerstag gibt es in Kiew mehrfach Luftalarm. Vor allem vor Drohnen mit Strahlantrieb wird immer wieder gewarnt. Am frühen Abend liegen schließlich dunkle Rauchschwaden über der Stadt. Lettland: Abgeschossene Drohne war ukrainischen Ursprungs Eine am 14. August im lettischen Luftraum abgeschossene Drohne ist ​ukrainischen Ursprungs. Dies teilen die lettischen Streitkräfte mit. Ein im Baltikum stationierter italienischer Kampfjet hatte das Fluggerät abgeschossen, das während ukrainischer Angriffe auf russische Häfen die Grenze des NATO- und EU-Mitgliedstaats verletzt hatte. ⁠Dem Militär zufolge flog die Drohne von Belarus aus ein, was höchstwahrscheinlich auf russische Störsignale zurückzuführen sei. Ukrainische Drohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland sind in diesem Jahr bereits wiederholt vom Kurs abgekommen und in den baltischen Luftraum eingedrungen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software