Ach, der Herr Schaller! Wenn er in seinem Kellerbüro bedächtig die Haut von einer Gelbwurstscheibe zieht, als sei es ein Faden der Erkenntnis, dann ist der Münchner Kriminalhauptkommissar Ludwig Schaller ganz bei sich – und ganz der Alte: ein bayerischer Seinsmystiker der kauzigen Art, neben sich auf dem Schreibtisch ein Wackeldackel, vor sich im Geiste eine Vision, mindestens aber eine Intuition, und auf den Lippen gerne eine (Lebens-)Weisheit: „Die Gier ist ein Luder, Harald.“