Der sogenannte Normalweg auf den Mont Blanc ist alles andere als normal: Wer auf den höchsten Berg der Alpen will, muss Kletterstellen, Gletscherspalten und Grate überwinden – und das steinschlaggefährdete Grand Couloir queren. Bergführer lassen Gäste einzeln durch das „Todes-Couloir“ rennen. Laut einer Statistik der französischen Alpinpolizei PGHM sterben dort jede Saison vier Menschen, viele weitere werden schwer verletzt. In diesem Sommer waren die Verhältnisse so prekär, dass die Route zeitweise gesperrt und Hütten geschlossen wurden. Trotzdem mussten Bergsteiger aus dem Sperrgebiet per Helikopter geholt werden.