In Hongkong wurden zwei Organisatoren von dortigen Tiananmen-Mahnwachen verurteilt. Den beiden Demokratie-Aktivisten drohen jeweils bis zu zehn Jahre Haft.

Lee Cheuk-yan (l) und Chow Hang-tung hier bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer vom Tiananmen-Platz im Jahr 1989

Kin Cheung/AP/dpa

afp | Wegen „Anstiftung zur Subversion“ sind in Hongkong zwei Organisatoren von jährlichen Mahnwachen zum Gedenken an die Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz verurteilt worden. Die 41-jährige Chow Hang-tung und der 69-jährige Lee Cheuk-yan hätten andere Menschen zu „illegalen“ Aktionen angestachelt, erklärten die Richter am Freitag in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Den beiden Demokratie-Aktivisten drohen jeweils bis zu zehn Jahre Haft. Menschenrechtsgruppen kritisierten das Urteil scharf.

Die beiden Verurteilten hätten „andere Personen dazu angestiftet, illegale Handlungen zu organisieren, zu planen, zu begehen oder sich daran zu beteiligen“, hieß es in dem Urteil. Ihr Ziel sei es gewesen, „die Staatsgewalt zu untergraben“. Die Verkündung des Strafmaßes wird erst zu einem späteren Zeitpunkt erwartet.