Matt Shumer ist KI-Investor, Autor des KI‑Newsletters „Something Big“ – und seit kurzem auch Spieleentwickler. Das suggeriert zumindest ein Post auf X von Ende Juli. Wie Shumer darin erklärt, habe er Claude Opus 5 mit einem einzigen Prompt einen spielbaren Call of Duty-Klon entlockt, der nur 55.000 Zeilen Code umfasst. Die Methode dahinter hat der Investor, der sein Geld unter anderem in das Chip-Startup Groq und das kürzlich von Stripe gekaufte Openrouter gesteckt hat, Gauntlet-Loop getauft. Der Aufbau ist simpel: Ein „Chef-Agent“ erstellt aus dem Prompt Teilaufgaben, die an ein KI-Tool-Duo aus „Builder“ und „Critic“ gehen. Der „Builder“ baut das jeweilige Element, der „Critic“ vergleicht es mit der Vorlage, schickt es mit Feedback zurück und der „Builder“ baut weiter, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist.Anzeige

Im Grunde ist der Gauntlet-Loop also nichts weiter als ein Abgleichen mit einer fest definierten Vorlage, im Fall von Claude of Duty eben Call of Duty und andere Videospiele mit Millionenbudget. Das legt nahe, dass die daraus resultierenden Spiele keine wirklichen Neuerungen mitbringen, da sie auf bestehende Referenzen optimiert sind. Auch der Original-Prompt zeigt rein objektiv wenig Verständnis von tatsächlicher Spieleentwicklung. Statt Details zu Spielkonzepten steckt er voller Begriffe wie „total perfekt“, „optisch wunderschön“ und „AAA-Qualität“. Dennoch scheint die Methode Anklang zu finden: Auf einer extra eingerichteten Seite hat Shumer bisher 47 Spiele gesammelt, die mit seinem Loop erstellt wurden und allesamt im Browser spielbar sind. Der Großteil sind Shooter, aber auch Rennspiele, Clicker-Games und Taktiktitel sind mit dabei. Aber taugen sie auch etwas? Wir haben zehn KI‑Games angezockt – und waren ziemlich schnell ziemlich ernüchtert. Warum, erklären wir euch anhand von drei besonders mauen Beispielen.